• 30.08.2001, 11:45:11
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  • OTS0093 OTW0093

EU-Osterweiterung: Diskrepanz zwischen tatsächlicher und öffentlicher Meinung

Wien (OTS) - Die Beurteilung der Folgen der EU-Osterweiterung
seitens der österreichischen Führungskräfte zeigt eine deutliche
Diskrepanz zwischen "Sein" und dem "Schein" der öffentlichen Meinung
auf: Während nur 43 Prozent der befragten Manager der Ansicht sind,
Arbeitskräftemigration und -zuzug sei tatsächlich ein sehr bzw. eher
relevanter Aspekt der EU-Osterweiterung, meinen hingegen 86 Prozent,
für die öffentliche Meinung habe dieses Thema große Relevanz. Dies
geht aus dem jüngsten Managermonitoring des Wirtschaftsforums der
Führungskräfte (WdF), der Triconsult und des Wirtschaftsmagazins
"Gewinn" hervor (381 teilnehmende Führungskräfte; Befragungszeitraum
Juli/August 01).

Ähnliche Unterschiede sind auch bei den Themen
"Kriminalitäts-Import" - 57 Prozent halten diesen Aspekt tatsächlich
für relevant, 86 Prozent für die öffentliche Meinung - und
"Steuererhöhungen in Österreich zur Finanzierung der EU-Erweiterung"
- 36 Prozent tatsächlich, 69 Prozent für die öffentliche Meinung -
zu beobachten. Ziemlich einheitlich ist das Bild jedoch bei der
Beurteilung des Transit- bzw. Verkehrsaufkommens: Für 85 Prozent der
Führungskräfte ist dieser Aspekt der EU-Osterweiterung tatsächlich
von Bedeutung, für 83 Prozent für die öffentliche Meinung.

Was die Verwendung der EU-Finanzen betrifft, würde eine großer
Teil der österreichischen Manager andere Prioritäten setzen als dies
derzeit in der EU der Fall ist: So sprechen sich fast zwei Drittel
(63 Prozent) der Befragten dafür aus, die Aufwendungen für die
Agrarpolitik zu Gunsten anderer Bereiche zu senken. Hinsichtlich
ihrer Vorbereitungen zur Euro-Umstellung gaben 56 Prozent der
Führungskräfte an, diese seien in ihren Unternehmen bereits erfolgt,
bei 37 Prozent werde gerade daran gearbeitet und drei Prozent haben
die Umstellungsvorarbeiten für später geplant. Nicht sehr
optimistisch fällt die Einschätzung des aktuellen Konjunkturklimas
aus: 47 Prozent der heimischen Führungskräfte orten derzeit eine
fallende Konjunktur, 48 Prozent halten sie für gleichbleibend und nur
vier Prozent spüren konjunkturellen Aufwind.

Rückfragehinweis: WdF-Bundesgeschäftsstelle
Tel.: 01/712 65 10

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WDF/OTS

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