EU-Osterweiterung: Diskrepanz zwischen tatsächlicher und öffentlicher Meinung

Wien (OTS) - Die Beurteilung der Folgen der EU-Osterweiterung seitens der österreichischen Führungskräfte zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen "Sein" und dem "Schein" der öffentlichen Meinung auf: Während nur 43 Prozent der befragten Manager der Ansicht sind, Arbeitskräftemigration und -zuzug sei tatsächlich ein sehr bzw. eher relevanter Aspekt der EU-Osterweiterung, meinen hingegen 86 Prozent, für die öffentliche Meinung habe dieses Thema große Relevanz. Dies geht aus dem jüngsten Managermonitoring des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), der Triconsult und des Wirtschaftsmagazins "Gewinn" hervor (381 teilnehmende Führungskräfte; Befragungszeitraum Juli/August 01).

Ähnliche Unterschiede sind auch bei den Themen "Kriminalitäts-Import" - 57 Prozent halten diesen Aspekt tatsächlich für relevant, 86 Prozent für die öffentliche Meinung - und "Steuererhöhungen in Österreich zur Finanzierung der EU-Erweiterung" - 36 Prozent tatsächlich, 69 Prozent für die öffentliche Meinung -zu beobachten. Ziemlich einheitlich ist das Bild jedoch bei der Beurteilung des Transit- bzw. Verkehrsaufkommens: Für 85 Prozent der Führungskräfte ist dieser Aspekt der EU-Osterweiterung tatsächlich von Bedeutung, für 83 Prozent für die öffentliche Meinung.

Was die Verwendung der EU-Finanzen betrifft, würde eine großer Teil der österreichischen Manager andere Prioritäten setzen als dies derzeit in der EU der Fall ist: So sprechen sich fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten dafür aus, die Aufwendungen für die Agrarpolitik zu Gunsten anderer Bereiche zu senken. Hinsichtlich ihrer Vorbereitungen zur Euro-Umstellung gaben 56 Prozent der Führungskräfte an, diese seien in ihren Unternehmen bereits erfolgt, bei 37 Prozent werde gerade daran gearbeitet und drei Prozent haben die Umstellungsvorarbeiten für später geplant. Nicht sehr optimistisch fällt die Einschätzung des aktuellen Konjunkturklimas aus: 47 Prozent der heimischen Führungskräfte orten derzeit eine fallende Konjunktur, 48 Prozent halten sie für gleichbleibend und nur vier Prozent spüren konjunkturellen Aufwind.

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