LR Schwärzler: Petri Heil den Fischern

Neue Fischereiverordnung tritt am 1.9. in Kraft

Bregenz (VLK) - Die Vorarlberger Landesregierung hat
kürzlich auf Antrag von Landesrat Erich Schwärzler die neue Fischereiverordnung erlassen, welche mit 1. September 2001 in
Kraft tritt. Ziel der Verordnung ist die Umsetzung des seit
1. Jänner 2001 geltenden neuen Fischereigesetzes. ****

"Gemäß den Kriterien, an denen sich die Vorarlberger Landesgesetzgebung orientiert - knapp, klar, wirksam -,
stellt die neue Fischereiverordnung eine wichtige
Rechtsgrundlage für die ökologische Bewirtschaftung unserer Binnengewässer sowie für eine effiziente Fischereiaufsicht
dar", betont Landesrat Erich Schwärzler.

Die neue Fischereiverordnung sieht lediglich dort
Regelungen vor, wo es aus Artenschutzgründen oder im
Interesse der nachhaltigen Bewirtschaftung der Gewässer
notwendig ist. In allen anderen Bereichen liegt die Eigenverantwortung beim Fischereiausübenden und
Bewirtschafter.

Zum Begutachtungsentwurf sind insgesamt 27 Stellungnahmen
mit Änderungsvorschlägen und Anregungen eingelangt. Der Begutachtungsentwurf und die Änderungsbegehren wurden mit Vertretern der Fischerei eingehend erörtert. Der Entwurf der Regierungsvorlage wurde zudem im Fischereibeirat behandelt
und einhellig befürwortet. "Ich danke allen Beteiligten für
das Verständnis und den persönlichen Einsatz um eine zukunftsweisende Regelung der Fischerei in den
Binnengewässern Vorarlbergs. In grundsätzlicher
Übereinstimmung konnten wichtige Zielsetzungen des Fischereigesetzes umgesetzt werden", so Landesrat Erich
Schwärzler.

Die wichtigsten Eckpunkte der neuen Fischereiverordnung:

- Im 1. Abschnitt wird die fachliche Eignung für die Ausübung
der Fischerei, die Bewirtschaftung der Fischreviere, die Fischereiaufsicht und die Elektrofischerei behandelt.
Aufbauend auf der Fischerprüfung gibt es Zusatzausbildungen
für die Bewirtschafter, die Fischereiaufseher und die Elektrofischerei. In die Ausbildung ist der
Landesfischereiverband stark eingebunden.

- Der 2. Abschnitt enthält Regelungen über die Ausübung der Fischerei. Der Bogen spannt sich vom weidgerechten Verhalten,
den zugelassenen Fanggeräten, dem Köderfischfang, der
Verwendung elektrischer Fangvorrichtungen und dem
Laichfischfang bis zu besonderen Bereichen wie Angelteichen
und Fischzuchtanlagen. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt
bilden die Schonvorschriften. Sie umfassen Schonzeiten und Mindestmaße für verschiedene Fischarten und zwar
bedarfsgerecht für stehende Gewässer (Seen, Baggerseen) und Fließgewässer mit besonderen Regelungen für den Alpenrhein. Daneben ist auch die Erhaltung der Fischgesundheit
berücksichtigt. Bei den Besatzmaßnahmen wird dem Aussetzen
von Fischen und Krebsen besonderes Augenmerk geschenkt, aber
auch den Fischtransporten. Fangergebnisse und Fischeinsätze
als Kenndaten für die fischereiliche Bewirtschaftung sind der Behörde grundsätzlich jährlich zu melden.

- Der 3. Abschnitt regelt die Geschäftsordnung des Fischereibeirates.

- Im 4. Abschnitt sind Übergangsbestimmungen enthalten, die
vor allem die fachliche Eignung der Fischer betreffen. Hier
gibt es großzügige Regelungen für "altgediente" Fischereiausübende.

LR Schwärzler: "Ich bin überzeugt, dass mit der neuen Fischereiverordnung ein weiterer Meilenstein für eine
nachhaltige Fischerei in unserem Land gesetzt wurde."
(ad/ug,nvl)

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