- 29.08.2001, 11:18:28
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SCHENNACH: PUBLIKUSMRAT - AUFRUF ZUR BETEILIGUNG ERFOLGREICH Grüne: Dreier-Vorschlag der islamischen Glaubensgemeinschaft blieb unberücksichtigt - Kritik an Willkür und Wahlmodus=
Wien (OTS) "Der wiederholte Aufruf, sich rege an der Publikumswahl zu
beteiligen, war erfolgreich. Trotzdem bleibt die massive Kritik an
der fehlenden Logik, der Willkür, der Ungleichbehandlung, am
Ausschluß von Frauen und Jugendlichen an der Wahl, an der
Nichtberücksichtigung von Frauen-, Menschenrechts- und
MigrantInnenorganisationen und an den weitreichenden autoritären
Entscheidungsbefugnissen des Kanzlers in sensiblen Bereichen wie
Umwelt, Kunst und Hochschule. Ebenso willkürlich die Ablehnung der
Vorschläge der PR- und Werbeorganisationen bei gleichzeitiger
Akzeptanz etwa der Alarmanlagentechniker oder des SK Sturm als
repräsentativem Fußballklub für alle Fußballvereine", meint der
Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach, zur gestern
präsentierten KandidatInnenliste.
"Besonders bitter und demokratiepolitisch bedenklich ist, dass der
Dreiervorschlag der Islamischen Glaubengemeinschaft, immerhin mit
500.000 Mitgliedern die zweitstärkte Religionsgemeinschaft in
Österreich, komplett unberücksichtigt blieb und nicht einmal mehr
Erwähnung gefunden hat. Im ORF-Gesetz wurden nur christliche
Glaubensgemeinschaften verankert. Ein klarer Verstoß gegen die
Gleichbehandlung", so Schennach.
"Die Wahl zum Publikumsrat wird durch die gewählte Methode nicht nur
zu einem für den ORF mit mehr als 30 Millionen Schilling sündteuren
Spektakel, sondern auch zu einen Prominenten-namedropping. So ist der
Aufmarsch an SportlerInnen beachtlich. Medien- bzw. Bereichsfachleute
werden bei diesem Spektakel keine Chance haben, gewählt zu werden.
Die ÖVP ist ausschließlich an ihrer Mehrheit in beiden Gremien,
Stiftungs- und Publikumsrat, interessiert. Zumindest haben
oppositionsnahe KandidatInnen in jenen Bereichen, die zur Wahl
vorgelegt werden, gute Chancen, Schüssel und Khol die Suppe zu
versalzen", schließt Mediensprecher Schennach.
Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (01) 40110-6697
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