"trend": Schwere Vorwürfe gegen Präsident der Donauuniversität Krems

Wien (OTS) - Wie das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist Werner Fröhlich, Präsident der Donauuniversität Krems (DUK), mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Wie aus dem "trend" vorliegenden Unterlagen hervorgeht, mieteten sowohl Fröhlich als auch dessen Lebensgefährtin mehrmals Autos über die in Fröhlichs Besitz befindliche Firma Manage.Ing mit Sitz im deutschen Ingolstadt an. Von diesem Unternehmen wurden die Rechnungen - im Jahr 2000 in der Höhe von mehr als 250.000 Schilling - an die Donauuniversität zur Bezahlung weitergeleitet. Fröhlich bestreitet die oft mehrere Wochen langen Dienstreisen bzw. die Transaktionen nicht. Er begründet sie mit günstigeren Rabatten, die er über sein Unternehmen erhalten habe, er hätte dadurch "der Donauuniversität sparen geholfen." Auf Ersuchen der FP-Abgeordneten Sylvia Papházy, die noch eine Reihe anderer Unregelmäßigkeiten vermutet, wurde der Rechnungshof informiert, der bereits eine Prüfung für 2002 in Aussicht gestellt hat.

Gleichzeitig mit diesen Vorwürfen dringt auch inhaltliche Kritik an der postgradualen, vom Bund mit jährlich 52 Millionen Schilling subventionierten Ausbildungsstätte an die Öffentlichkeit. Sechs Studenten, die im Studienjahr 1999/2000 den Lehrgang "electronic publishing" besuchten, klagten die DUK auf Rückerstattung der Lehrgangskosten, aufgrund "Nichterfüllung der vertraglich zugesicherten Lehrgangsleistungen." Der Rektor der Universität für Bodenkultur, Leopold März, im Juli als Vorsitzender des Kuratoriums der DUK zurückgetreten, ortet in einem Brief an die zuständige Ministerin Elisabeth Gehrer "dringenden Handlungbedarf", da die DUK "ohne Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement langfristig keine Chance" haben werde. Der Vorsitzende der Rektorenkonferenz, Georg Winckler, schlägt Gehrer in einem Schreiben sogar vor, den Standort Krems aufgrund nicht vorhandener Schwerpunktbildung"in die geplante Uni-Standortbereinigung miteinzubeziehen."

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