"profil": Kössner bestreitet Vorwurf des schweren gewerbsmäßigen Betrugs

"Habe Machenschaften der Hypo-Alpe-Adria aufgedeckt"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, geht Wolfgang Kössner, inhaftierter Gründer und Hauptaktionär der im Immobilien- und Wertpapiergeschäft tätigen General Partners-Gruppe, jetzt in die Offensive.

Während die Staatsanwaltschaft Klagenfurt gegen Kössner und drei General Partners-Manager wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt, weis der Verdächtigt im ersten Interview nach seiner am 3. August 2001 erfolgten Verhaftung die Vorwürfe zurück. Kössner im "profil"-Interview: "Die Vorwürfe sind ungerechtfertigt."

Kössner bestreitet, dass Immobilientransaktionen zwischen der börsenotierten General Partners Immobilienbesitz AG und seiner Privatstiftung, ermittelt wird unter anderem wegen des Verkaufs einer Villa am Wörthersee und des Wiener Palais Auerspergs, zu Vorzugspreisen erfolgt seien. Ebenso bestreitet der in Klagenfurt in Untersuchungshaft Sitzende, seine Hausbank Hypo-Alpe-Adria geschädigt zu haben. Kössner: "Es war der Wunsch der Hypo, dass die General Partners-Gruppe Kredite in der Höhe von rund 100 Millionen Schilling aufnimmt. Das ist geschehen. Meine persönlichen Geschäftsverbindungen beziehungsweise jene der WMK Privatstiftung waren immer nur zum Vorteil der Gesellschaft."

Kössner, der nach einer Sachverhaltsdarstellung des Hypo-Vorstandes Anfang Juli 2001 verhaftet worden war, wirft der Bank nun vor, mit dem schillernden belgischen Geschäftsmann Raoul Berthaumieu "gemeinsame Sache" gemacht zu haben, um "die Kontrolle über die gesamte General Partners-Gruppe zu erlangen." Kössner: "Ich kann dazu derzeit nur sagen, dass wir Machenschaften von Berthaumieu und der Hypo in der General Commerce Bank aufgedeckt haben. Dieser Sachverhalt wird noch zu untersuchen sein."

"Haltlos" seien auch Vorwürfe, Kössner habe über die insolvente Wertpapierhandelsgesellschaft General Commerce Bank, vormals WMP Bank, ein Wertpapiergeschäft mit der Creditanstalt im Gegenwert von 80 Mio. S. platzen lassen. Kössner: "Diese geplatzten Geschäfte sind auf das Engagement von Herrn Berthaumieu zurück zu führen. Es gab eine Reihe von Gesprächen mit der CA, die Lösunsgvorschläge wurden jedoch nicht akzeptiert."

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