Böhacker: Senkung des Körperschaftsteuersatzes nicht vordringlich

Steuerreform muß vorrangig Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen entlasten

Wien,2001-08-24 (fpd) - Als nicht vordringlich bezeichnete der stv. Obmann des parlamentarischen Finanzausschusses und Finanzsprecher der Freiheitlichen NAbg. Hermann Böhacker, die heute vom Tiroler Industriepräsidenten Heinrich Scherfler geforderte Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 34 auf 30 Prozent. Mit der für 2003 geplanten Steuerreform müssen vordringlich Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen entlastet werden.

Eine Entlastung bei der Körperschaftssteuer wäre zwar durchaus wünschenswert aber aus gesamteuropäischer Sicht nicht unbedingt vorrangig, liegt doch der EU-Schnitt bei der Körperschaftsteuer mit rund 35 Prozent über den derzeit geltenden österreichischen Steuersatz von 34 Prozent. Auch dürften durch eine Steuerreform die bisher mit vielen Opfern erreichten Budgetsanierungsziele nicht wieder gefährdet werden, sagte Böhacker.

Wenn Scherfler die Steigerungen bei den Unternehmenssteuern betont, so dürfe er nicht übersehen, daß ein Gutteil dieser Erhöhung aus der Anpassung der Vorauszahlungen resultiere, die in den Folgejahren wieder gutgeschrieben würden.

Es ist nach wie vor freiheitliche Zielsetzung, im Zuge einer großen Steuerreform eine nachhaltige Entlastung der österreichischen Steuerzahler umzusetzen und mittelfristig eine Absenkung der Steuer-und Abgabequote hin zu 40 Prozent anzustreben. Daneben müsse es zu einer "Entrümpelung" und damit zu einer Vereinfachung des österreichischen Steuerrechts kommen. "Daß sich der Staat diese Steuerreform auch leisten wird können müssen ist wohl unbestritten", schloß Böhacker. (Schluß)

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