• 22.08.2001, 12:30:38
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Österreichische Ärztekammer zu Ambulanzgebühren

Pruckner: Niedergelassene Ärzte billiger

Wien (OTS) - Mit falschen Zahlen wird offenbar anlässlich der
Verfassungsklage der SPÖ gegen die Ambulanzgebühr operiert. In einer
Presseaussendung begründete die Bundesgeschäftsführerin der SPÖ,
Doris Bures, die Klage unter anderem mit angeblich höheren
Behandlungskosten im niedergelassenen bereich. Sie erklärte: Die
Behandlung in einer Spitalsambulanz mit durchschnittlich 62,50
Schilling sei keinesfalls billiger als beim niedergelassenen Arzt mit
durchschnittlich 104,77 Schilling.

"Diese Zahlen sind nicht nachvollziehbar, nach Kostenauswertungen
des Gesundheitsministeriums liegen der Österreichischen Ärztekammer
andere Werte vor", erklärte der Obmann der Bundeskurie der
niedergelassenen Ärzte, Dr. Jörg Pruckner, dazu.

Die richtigen Durchschnittskosten pro Leistung an einem Patienten
der Spitalsambulanz betragen 172,07 Schilling. Im Jahr 1999 wurden
für Patienten der Spitalsambulanzen 69,8 Millionen Leistungen
erbracht, die insgesamt 12 Milliarden Schilling kosteten. Beim
niedergelassenen Arzt kostet die Leistung im Durchschnitt
beispielsweise bei einem Versicherten der Gebietskrankenkasse 104,77
Schilling.

"Das zeigt deutlich, dass die Behandlungskosten im
niedergelassenen Bereich niedriger sind; angesichts der Bedeutung der
Thematik erscheint es geboten, sie mit der angemessenen Objektivität
zu behandeln", so Pruckner. (Schluss)

Rückfragehinweis: Österreichische Ärztekammer
Pressestelle
Tel.: 01/512 44 86

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAE/OTS

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