GLB in der GPA: Rücknahme der Kündigungen bei LIBRO!

Wien ( OTS ) - Bei LIBRO rollt die erste Kündigungswelle. An die 300 ArbeitnehmerInnen (vor allem in Wien) sind bereits zur Kündigung ausgeschrieben, weitere werden folgen. Eine Reihe von LIBRO- und 6 Amadeus-Filialen werden geschlossen. Die ArbeitnehmerInnen müssen einmal mehr die Suppe, die ihnen großspurige bis größenwahnsinnige Manager eingebrockt haben, auslöffeln. Das Spiel ist so alt wie der Kapitalismus: Die ArbeitnehmerInnen und Angestellten zahlen die Zeche, die Manager werden großzügig abgefertigt und "sanieren" den nächsten Betrieb zu Tode.

Bei LIBRO hat sich auch gezeigt, dass durch Flexibilisierung der Arbeitszeit und Deregulierung der Arbeitsverhältnisse keine Arbeitsplätze gerettet werden. Die in Kauf genommene Verschlechterung der Öffnungszeiten zwang sogar manche Frauen mit Kindern, ihren Job von sich aus aufzugeben. Die Belegschaft hat sich in der Vergangenheit prekäre Arbeitsverhältnisse aufzwingen lassen, an denen nur das Unternehmen verdiente, der Dank ist deren Kündigung. Es zeigt sich auch, dass der Verzicht der LIBRO-Betriebsräte auf Freistellung "zum Wohle des Unternehmens", aber zum Nachteil der ArbeitnehmerInnen geriet.

Die Besonderheit Österreichs besteht darin, dass es in solchen Fällen nur geringe bis gar keine Protestaktionen der Belegschaften gibt. Bei Philips etwa, wo durch die Sperrung des Videowerkes in Wien 1200 vorwiegend weibliche ArbeitnehmerInnen ihren Arbeitsplatz verlieren tritt der Betriebsratsvorsitzende wie ein Konzernherr auf und hat offensichtlich den "Deal" schon mit "ausgepackelt". Vom LIBRO-Betriebsrat ist kaum etwas zu hören, der Amadeus-Betriebsrat bezieht eindeutig dagegen Stellung.

Wo aber bleiben die zuständigen Gewerkschaften ? Wo bleibt -zumindest der verbale - Protest ? Auch darüber ist zu diskutieren, wenn es um die Urabstimmung über Kampfmaßnahmen im ÖGB geht. Die Gewerkschaftsbasis, die einfachen Mitglieder und Betriebsräte müssen die Führungen unserer Sozialpartner-Gewerkschaften erst wieder lehren, dass man um seine Rechte kämpfen muss.

( Rücknahme der Kündigungen bei LIBRO und Philips
( Einberufung von Vollversammlungen der Belegschaften zur Beratung von Kampfmaßnahmen
( Die Manager dieser Betriebe müssen für ihre Misswirtschaft auch finanziell zur Verantwortung gezogen werden
( Gegen Packelei mit und ständiges Nachgeben gegenüber den Unternehmern - für einen solidarischen und kämpferischen ÖGB!

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