Fischer zu Dörfler-Rücktritt: Mutiger und richtiger Schritt

Auch Sozialminister hätte zurücktreten müssen, nachdem er 200.000 Schilling für falsche Magister zahlte

Wien (SK) Der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende, Nationalratspräsident Heinz Fischer bezeichnete die Gehaltserhöhungen bei den Personalvertretern der Postgewerkschaft als eine "unglückliche Vereinbarung". Den Rücktritt des Gewerkschaftsvorsitzenden Hans Georg Dörfler bezeichnete Fischer Dienstag in einer Pressekonferenz als "mutig und richtig" und als ein "Instrument der Schadensbegrenzung". Der ÖGB befinde sich derzeit in einer angespannten Situation, da dürfe man sich noch weniger Fehler als sonst erlauben. Fischer sieht dennoch keinen Einfluss auf die Urabstimmung des ÖGB im kommenden Herbst. Die SPÖ als Partei sei von diesen Vorkommnissen überhaupt nicht betroffen. ****

Zu den Rücktrittsforderungen, die FPÖ-Klubobmann Westenthaler in diesem Zusammenhang stellt, unterstrich Fischer, dass dann auch der Sozialminister sofort zurücktreten müsste, da er 200.000 Schilling für eine Frau Magister bezahlte, die gar keine Frau Magister sei. Diese Rücktrittsforderungen erschweren die Diskussion über eine unerfreuliche Vereinbarung. Außerdem sei die Art und Zahl wie Postämter geschlossen werden sollen, viel eher ein Rücktrittsgrund als die Gehaltsvereinbarungen mit den Personalvertretern der Post. (Schluss) ns

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