ORF-Dreharbeiten: Peter Patzak verfilmt Doderers "Die Wasserfälle von Slunj"

Wien (OTS) - Vergangene Woche - am Montag, dem 6. August 2001 -starteten im Schloss Enzesfeld im niederösterreichischen Lindabrunn die Dreharbeiten zur ORF-Literaturverfilmung "Die Wasserfälle von Slunj" nach dem gleichnamigen, 1963 erstmals erschienenen Gesellschaftsroman von Heimito von Doderer, den der Dichter selbst -trotz "Studlhofstiege" - als seinen gelungensten Roman sah. Die Verfilmung des Werks, das zu den größten der österreichischen Nachkriegszeitliteratur zählt und von einer ausgehenden Epoche und großem Aufbruch handelt, übernahm Regisseur Peter Patzak. Vor der Kamera von Ulrich Paul Ferdinand Butin stehen unter anderem Edgar Selge, Alan Cox, Karl Markovics, Karin Giegerich, Roswitha Szyszkowitz, Krista Posch, Ignaz Kirchner u. v. a.
Der Wiener Autor Alfred Paul Schmidt verfasste das Drehbuch zu diesem Filmprojekt der ORF-Hauptabteilung Kultur. "Die Wasserfälle von Slunj" ist eine ORF-Produktion, mit deren Herstellung die Wiener epo-film beauftragt ist. Unterstützt wird sie vom Land Niederösterreich, wo auch der Großteil des Films gedreht wird. Neben dem Hauptmotiv Schloss Enzesfeld, dessen Räumlichkeiten zu den Filmschauplätzen umadaptiert wurden, wird noch bis voraussichtlich Anfang September außerdem in Wien und Kroatien gedreht.
"Die Wasserfälle von Slunj" spielt im Österreich um die Jahrhundertwende: Wien beherrscht ein riesiges, zum Teil noch wildes und unerschlossenes Reich. Es ist eine Hauptstadt der Kultur, der Industrie und der Affären. Aus England ist Robert Clayton (Edgar Selge) gekommen und hat in der Nähe des Donaukanals eine Maschinenfabrik eröffnet. Das Geschäft floriert, und als sein Sohn Donald (Alan Cox) das richtige Alter erreicht hat, wird er zum Teilhaber. In dem Kanzleivorstand und Prokuristen Josef Chwostik (Karl Markovics) haben die Claytons eine unersetzliche Hilfe und einen wahren Freund gefunden. Eine geordnete Welt, so scheint es: Man macht Karriere, unterhält Geschäftsbeziehungen, gewinnt oder verliert eine Geliebte, alles ohne Skandale und Probleme. Man will die Risse und Hohlräume im Fundament dieser Gesellschaft nicht sehen.
Der ORF zeigt "Die Wasserfälle von Slunj" voraussichtlich 2002.

(Fotos via APA)

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