• 06.08.2001, 09:24:02
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  • OTS0017 OTW0017

AK warnt Konsumenten vor übereilter Kündigung des jetzigen Stromlieferanten

Durchschnittshaushalt in Wien kann sich bis zu 330 Schilling im Jahr ersparen - für Single-Haushalt zahlt sich Umstieg nicht aus

Wien (AK) - Die AK warnt die Konsumenten vor einer übereilten
Kündigung ihres jetzigen Stromanbieters: Kündigen Sie erst den
Vertrag, wenn Sie sich fix für einen neuen Stromlieferanten
entscheiden und die Angebote verglichen haben, sagt die AK. Derzeit
sind erst einige wenige Anbieter am Markt. Die AK hat errechnet: Bei
einem Wechsel sind Ersparnisse drinnen. Aber: Konsumenten sollen
genau rechnen. Denn zum reinen Strompreis kommen noch - wie bereits
jetzt schon - verschiedene andere Gebühren (zB Netzkosten,
Energieabgabe, Steuer) dazu. Neu auf der Rechnung werden die
Aufschläge für die "stranded costs" und für erneuerbare Energie sein,
deren Höhen noch nicht feststehen. Berechnungen der AK zeigen: Ein
Durchschnittshaushalt in Wien kann sich bis zu 330 Schilling im Jahr
ersparen, ein Fünf-Personen-Haushalt bis zu 640 Schilling jährlich.
Lediglich für einen Single-Haushalt - außer in Niederösterreich -
zahlt sich der Wechsel des Stromanbieters nicht aus. Mehr Tipps
finden Sie im AK-Falter, den Sie kostenlos anfordern können:
Telefonnummer 01/310 00 10 398; E-Mail: [email protected];
Fax: 50165 2689. ****

Ab 1. Oktober können KonsumentInnen ihren Stromlieferanten frei
wählen - und schon jetzt überschlagen sich die Stromfirmen mit ihren
Angeboten. Die AK rät: Konsumenten sollen nichts überstürzen und erst
dann ihren Vertrag kündigen, wenn sie tatsächlich einen neuen
Stromlieferanten haben.

Wenn Konsumenten ihren Stromlieferanten wechseln, ist der bisherige
Energieversorger weiterhin zuständig für den Netzbetrieb, dessen
Aufrechterhaltung und Wartung. Konsumenten haben also nach wie vor
Anspruch auf das gleiche Service bis zum Haus-Verteiler wie schon
jetzt, wenn der Strom von wo anders bezogen wird.

Ersparnisse sind drinnen
Derzeit sind erst einige wenige Stromanbieter am Markt, die
österreichweit ihren Strom an Privatkunden anbieten: switch, My
Electric, Raiffeisen Ware Wasserkraft.

Die AK-Experten haben berechnet, dass Ersparnisse für die Konsumenten
- je nach Bundesland und Verbrauch - möglich sind, wenn sie ihren
Stromanbieter wechseln.

+ Wiener Durchschnittshaushalt: Bis zu 330 Schilling weniger
Ein Durchschnittshaushalt (3.500 Kilowattstunden-Verbrauch im Jahr)
in Wien kann sich bis zu 330 Schilling im Jahr sparen.

+ Großer Haushalt: Bis zu 640 Schilling weniger
Eine fünfköpfige Familie, die in Wien in einem kleinen Haus wohnt, -
Jahres-Verbrauch bis zu 6.000 Kilowattstunden - kann mit
Verbilligungen bis zu 640 Schilling rechnen.

Bei einem hohen Jahres-Verbrauch bis zu 10.000 Kilowattstunden können
sich Wiener bis zu 1.200 Schilling ersparen.

+ Für Singlehaushalt uninteressant
Nur für einen Singlehaushalt - Verbrauch bis zu 1.000 Kilowattstunden
im Jahr - ist der Wechsel des Stromanbieters uninteressant. Lediglich
in Niederösterreich zahlt sich der Wechsel aus - Kostenersparnis
maximal 150 Schilling im Jahr.

Tipps der AK
+ Überstürzen Sie nichts. Kündigen Sie erst Ihren jetzigen
Stromanbieter, wenn Sie bereits einen neuen Anbieter haben.

+ Vergleichen Sie mehrere Angebote.

+ Prüfen Sie immer die gesamten Stromkosten samt allen Abgaben,
zusätzlichen Kosten und Steuer.
Der reine Strompreis im Angebot mag gut klingen, sagt aber nichts
über die späteren tatsächlichen Kosten pro Kilowattstunde aus, sagen
die AK-Experten. Denn zur Grundgebühr und zum Verbrauchspreis kommen
noch verschiedene andere Kosten dazu, wie die Netzgebühr für die
Stromlieferung durch den bisherigen Lieferanten, das Entgelt für
Messleistungen, sonstige Zuschläge, die Energieabgabe sowie die
Umsatzsteuer. Als Vergleichsgrundlage brauchen Konsumenten den
Stromverbrauch in Kilowattstunden, der auf der letzten
Strom-Jahresabrechnung steht.
Neu in der Stromrechnung werden dann noch die Aufschläge für die
"stranded costs" (Investitionskosten, die durch die Liberalisierung
des Strommarktes in der EU nicht mehr verdient werden können) und für
erneuerbare Energien sein. Die Höhe dieser Kosten ist noch nicht
festgelegt.

+ Beachten Sie die Vertragsdauer und die Kündigungsfristen.

+ Sind Angebote an Mindest- oder Höchstabnahmemengen geknüpft, fragen
Sie nach, was passiert wenn sie die Mengen nicht erreichen bzw
überschreiten.

+ Legen Sie den Beginn der Lieferung genau fest, zB 1.10.2001, 12
Uhr.

+ Lassen Sie sich nicht durch Zusatzangebote locken, wie zB Rabatte,
geschenkte Kilowattstunden, Bonuspunkte. Konsumenten sollen daher
genau durchrechnen, was bei solchen Zusatzangeboten tatsächlich
unterm Strich übrig bleibt.

Rückfragehinweis: AK Wien Presse Doris Strecker

Tel.: (01) 501 65-2677
email: [email protected]
http://www.akwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW

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