• 03.08.2001, 11:19:13
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Forstinger: Transitlawine auf die Schiene

Auf Österreichs Transitrouten könnten täglich 154 Züge zusätzlich fahren

Wien (OTS) - "Österreich ist bereits derzeit Vorreiter beim
Güterfernverkehr auf der Schiene und liegt mit mehr als 30% im
absoluten internationalen Spitzenfeld. Der EU-Durchschnitt liegt
unter 10%, er wird laut Verkehrsprognosen noch weiter abfallen.
Dennoch könnten täglich auf den österreichischen Transitrouten bis
zu 154 Züge zusätzlich fahren", so Verkehrsministerin Monika
Forstinger heute, Freitag, im Rahmen einer Pressekonferenz. *****

So wären z.B. auf der Tauernroute täglich 16 Güterzüge, auf der
Brennerroute täglich sogar noch weitere 76 Güterzüge möglich.
Während der Schwerlastverkehr auf Österreichs Autobahnen ständig
zunimmt und besonders der Straßentransitverkehr nur schwer in
Grenzen gehalten werden kann, wird in einer von Forstinger
angeordneten Untersuchung festgestellt, dass das österreichische
Schienennetz große Kapazitätsreserven aufweist.

Der Verkehrsministerin ist es ein wichtiges Anliegen, die
brachliegenden Fahrmöglichkeiten im Schienennetz noch besser zu
nutzen.

Die Transportwirtschaft signalisiert dabei großes Interesse an der
Errichtung weiterer Rollender Landstraßen. Die zunehmende
Verstopfung der Autobahnen, die unerträglich langen Wartezeiten an
den Ostgrenzen, die Einsparung von Ökopunkten und Mautgebühren sowie
der künftigen Kilometerbesteuerung, sind für die
Straßentransporteure Anreize genug, im Österreichtransit vermehrt
auf die Schiene zu gehen.

Im Jahr 2000 gab es 2,2 Mio. Straßentransitfahrten. Mit den 154
freien Zügen könnten - potentiell - 2/3 dieses Transits auf die
Schien verlagert werden. Dies entspricht 1,5 Mio. LKW-Fahrten. "Daß
das gesamte Potential ausgenutzt wird, ist zwar unrealistisch. Aber
innerhalb der nächsten zwei Jahre könnte zumindest die Hälfte davon -
also 750 000 LKWs - zusätzlich auf der Schiene fahren. Mein Ziel
ist es, im ersten Schritt 1/3 des gesamten Straßengütertransits auf
die Schiene zu verlagern", führt die Verkehrsministerin aus.
Forstinger ist damit gelungen, ein deutliches Signal zur besseren
Ausnutzung freier Trassen gemeinsam mit den Österreichischen
Bundesbahnen darzustellen.

"Ich bin überzeugt, dass so wie in anderen Bereichen, Wettbewerb
auch im Schienenverkehr das beste Mittel ist, um rasch zu
kundenorientierten Angeboten für die verladende Wirtschaft zu
kommen. Die Öffnung des Schienennetzes für alle befugten
Bahnunternehmungen ist daher ein Gebot der Stunde und soll in
Österreich vorbildhaft für viele EU-Staaten sein", so das Résumée
Forstingers. (Schluß bxf)

Rückfragehinweis: Dr. Monika Närr

Pressesprecherin
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: 01/711 62/8400

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