• 23.07.2001, 10:43:44
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Sozialpartner-Initiative: gemeinsam für den Kunststoff

"Extreme Nachhaltigkeit durch Mehrfachnutzen" - Gewerbliche Kunststoff-Verarbeiter und Gewerkschaft Bau - Holz starten Aufklärungsaktion

Wien (PWK526) - Kunststoff ist ein hochwertiges Produkt. Die
mögliche Mehrfachnutzung ergibt eine sehr hohe Nachhaltigkeit. Die
Einsatzmöglichkeiten von rezykliertem Kunststoff reichen von
Kunststoff-Fenstern und Verrohrungen bis hin zu Fleece-Stoffen als
Ausgangsmaterial für kuschelige Pullover. "32 Kunststoff-Flaschen
sind ein Pullover": Mit dieser einprägsamen Formel wirbt Komm.Rat
Hans Prihoda, Bundesinnungsmeister der Kunststoffverarbeiter und
Umweltsprecher des Gewerbes, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der
Gewerkschaft Bau - Holz, LAbg. Johann Driemer, um ein besseres
Verständnis der Öffentlichkeit für den verkannten Rohstoff.

"Kunststoffverpackungen sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr
wegzudenken. Außerdem haben sie mehrere Leben, wenn man sie sammelt
und wiederverwertet", betont Prihoda. Etwa 12 kg
Kunststoff-Verpackungen werden pro Jahr von jedem Österreicher
gesammelt. "Nicht wenig, wenn man bedenkt, dass 150 Stück
Joghurtbecher oder 33 PET-Getränkeflaschen gerade einmal ein
Kilogramm wiegen".

Alle getrennt gesammelten Kunststoffverpackungen gelangen über den
Österreichischen Kunststoff Kreislauf (ÖKK) zum Recycling. Die nach
unterschiedlichen Kunststoffen sortierten Verpackungen werden zu
Granulat vermahlen und danach direkt zu neuen Produkten (vom
Dachziegel bis zur Videokassette) verarbeitet. Kunststoff-Flaschen,
wie zum Beispiel Mineralwasserflaschen, werden meist zu Fasern
versponnen. Daraus entstehen u.a. wetterfeste Skibekleidungen,
wärmende Schlafsackfüllungen oder sogar Mützen und Pullover.

Auch als Rohmaterial leistet Kunststoff gute Dienste. Etwa als
Brennstoffersatz in der Industrie, wo er Erdöl und Kohle ersetzt, die
sonst um viel Geld nach Österreich importiert werden müssten.

Neben der Mehrfachnutzung, der Ressourcenschonung und der größeren
Energieeinsparung machen Prihoda und Driemer aber auch auf die
"soziale Dimension" aufmerksam: Kunststoff erlaubt die preiswerte
Herstellung von Gegenständen des täglichen Bedarfs, was direkt den
niedrigeren Einkommensschichten zugute kommt. Die
Kunststoffverarbeitung bietet weiters saubere, staubarme
Arbeitsplätze, darunter viele Teilzeitarbeitsmöglichkeiten und
Arbeitsplätze auch für (leicht) Behinderte. Die Produkte selbst
würden durch ihre Eigenschaften - wie z.B. Schallisolierung,
Wärmedämmung, Hygiene oder die kundenfreundliche Verfügbarkeit von
Lebensmitteln und Arzneien - unmittelbar zu Gesundheit und
Lebensqualität der Bevölkerung beitragen.

Die gewerbliche Kunststoffverarbeitung in Österreich umfasst
(Stichtag 31.12.00) 755 Betriebe mit 8.250 Beschäftigten. Der Umsatz
der Branche liegt, so Prihoda, bei 12 Milliarden Schilling. Die
Gesamtinvestitionen erreichten zuletzt 1,3 Milliarden Schilling, d.
s. 145.000 Schilling je Beschäftigten.(hp)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Presseabteilung
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Fax: (01) 50105-263
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