• 23.07.2001, 09:53:29
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Glawischnig zu Temelin: Warnung vor "Nachrüstungs-Falle"

Molterer darf bei Verheugen keine Kompromisse eingehen

Wien (OTS) - Eine eindringliche Warnung, in der Temelin-Frage keine
faulen Kompromisse einzugehen, richtet Eva Glawischnig,
Umweltsprecherin der Grünen an die Bundesregierung anlässlich des für
Montag angekündigten Treffens zwischen Bundesminister Molterer und
EU-Kommissar Verheugen in Brüssel. "Durch das Festhalten am Melker
Prozeß steuert Österreich offenen Auges in die 'Nachrüstungsfalle'",
warnt Glawischnig. "Nach der deutschen Stellungnahme, worin Temelin
aufgrund schwerwiegender sicherheitstechnischer Mängel als kaum
nachrüstbar dargestellt wird, kann Österreich eine Position der
Nachbesserung des AKW nicht mehr glaubwürdig vertreten. Alle
Bemühungen müssen jetzt auf eine Stillegung Temelins abzielen", so
Glawischnig. Die Umweltsprecherin appelliert an Molterer, bei seinem
Treffen mit Verheugen klarzustellen, daß Österreich einem faulen
Nachrüstungskompromiß keinesfalls zustimmen werde. Da mittlerweile
klar sei, daß Temelin so gut wie unmöglich westliche
Sicherheitsstandards erreichen werde, darf Molterer gegenüber
Verheugen keinesfalls den Abschluß des Energiekapitels mit Tschechien
zusagen, bevor in der Frage der Stillegung kein Durchbruch erzielt
worden ist. Glawischnig befürchtet, daß in den kommenden Wochen
seitens der EU-Kommission der Druck auf Österreich verstärkt werde,
das Energiekapitel mit Tschechien abzuschließen.

Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: pressebuero@gruene.at

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