- 20.07.2001, 21:52:05
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Stiefsohn (KPÖ) zu Genua: Wird nun liquidiert, wer kritisiert
Wien, 20.07.01 (KPÖ-PD) - "In Göteborg hatte ein Polizist, wie die
Bilder eines schwedischen Privat-TV-Senders gezeigt haben, einen
flüchtenden Demonstranten gezielt in den Rücken geschossen. In Genua
gibt es nun Tote zu beklagen. Kritik an der Globalisierung und am
Kapitalismus wird nicht mehr geduldet", so Waltraud Stiefsohn,
stellvertretende Vorsitzende der KPÖ, bezugnehmend auf die tragischen
Ereignisse in Genua.
Stiefsohn zeigt sich bestürzt über die "Hinrichtung eines
Demonstranten". Stiefsohn: "Es wird zwar stimmen, dass die
Sicherheitskräfte völlig überfordert sind. Doch der Tod des
Demonstranten geht ganz offensichtlich auf das Konto durch und durch
faschistoider Polizeikräfte, die die Gelegenheit nutzten, um ihre
Rambo-Fantasien auszuleben." Und bezugnehmend auf die letzten
offiziellen Erklärungen der Behörden sagt Stiefsohn: "Nun handelt es
sich also um polizeiliche Notwehr. Nun muss nur noch erläutert
werden, wie es kommt, dass 2 polizeiliche Warnschüsse sich in den
Kopf des Demonstranten verirrten. Und dann ist da noch der
Reuters-Fotograf, der Augenzeuge war. Ich frage mich, ob und wie
dieser aus dem Verkehr gezogen wird."
Stiefsohn zu den Hintergründen der Proteste: "Viele
Globalisierungskritiker fordern "nur# die Etablierung demokratischer
und sozialer globaler Mindeststandards - für viele Menschen wird
dabei immer klarer, dass dies nur gegen die Interessen der
Großkonzerne erreicht werden kann. Denn Faktum ist, dass die
derzeitige Globalisierung die schonungslose Ausbeutung von Menschen
und natürlichen Ressourcen verstärkt. Und Faktum ist, dass weltweit
tagtäglich zehntausende Menschen der Profitgier geopfert werden -
damit einige wenige Multimilliardäre noch reicher werden."
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(Schluss)
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