Burgstaller: Ländliche Regionen dürfen nicht weiter ausgedünnt werden

Lungau braucht Fördermaßnahmen statt Kürzungen

Wien (SK) "Dienstleistungs- und Infrastruktureinheiten in ländlichen Regionen dürfen nicht weiter ausgedünnt werden", erklärt heute Freitag Salzburgs SPÖ-Vorsitzende LH-Stv. Gabi Burgstaller vor ihrem morgigen Arbeitsbesuch im Lungau gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. In Tamsweg herrsche große Sorge um den Weiterbestand des örtlichen Finanzamts als "Voll-Finanzamt", berichtet Burgstaller. Leitende Finanz-Mitarbeiter hatten die Landeshauptmann-Stellvertreterin kürzlich um Unterstützung bei ihren Bemühungen um den Erhalt des Finanzamts gewandt. Die Salzburger SPÖ-Vorsitzende verlangt nun Aufklärung von Finanzminister Grasser über Pläne zur Reduzierung von Leistungsangeboten in Tamsweg. ****

"Der Unmut in der Belegschaft des Finanzamtes Tamsweg ist verständlicherweise groß", stellt Gabi Burgstaller in einem entsprechenden Schreiben an den Finanzminister fest. Die 25 hoch qualifizierten Mitarbeiter würden für den Lungau eine wichtige Dienstleistungs- und Infrastruktureinheit darstellen. Da die nächstgelegenen Finanzämter jeweils rund 80 Kilometer von Tamsweg entfernt lägen, entstünden durch ein etwaiges Auspendeln von Kunden oder Mitarbeitern des Tamsweger Finanzamtes in die Nachbarbezirke ein großer Nachteil, so Burgstaller. "Wenn der Bund das Finanzamt Tamsweg scheibchenweise demontieren will, ist ein Steueraufkommensverlust programmiert: Wichtige Betriebsprüfungen können dann nicht mehr in dem Umfang durchgeführt werden wie bisher. Wer stopft dann die Steuer-Schlupflöcher?"

"Wenn die öffentliche Verwaltung ihre Standorte auf Großräume konzentriert, fallen entscheidende Arbeitsplatz-Perspektiven für Schulabgänger etwa der Handelsakademie, AHS oder des Multi Augustinums im Lungau weg", zeigt Salzburgs SPÖ-Vorsitzende eine mögliche Folge dieser Sparmaßnahme des Finanzministeriums auf. Wie bei Bezirksgerichten oder bei zahlreichen Kleinpostämtern im Bundesland Salzburg stelle der Spar- und Rationalisierungskurs der Bundesregierung auch in Zusammenhang mit den Finanzämtern eine Gefährdung von Lebensqualität und Lebenschancen der Bevölkerung dar, steht für Burgstaller fest.

"Ich erwarte mir von der Bundesregierung, dass sie endlich die Sorgen der Salzburger ernst nimmt und nicht länger über die Köpfe der Betroffenen weg Entscheidungen von derartiger Tragweite trifft." "Kürzungen und Zusperren bei Postämtern, Telekom, Finanzämtern, Bezirksgerichten und Gendarmerie: dieser Kahlschlag schadet auf Dauer nicht nur den Menschen in den Bezirken, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Salzburg. Gerade der Lungau als ohnehin infrastrukturschwacher Bezirk braucht Fördermaßnahmen statt Kürzungsplänen, wie sie nun offenbar beim Finanzamt Tamsweg bevorstehen", so Burgstaller abschließend. (Schluss) ah/mp

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