• 19.07.2001, 10:59:00
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  • OTS0069 OTW0069

Schließung von mehr als 700 Postämtern geplant

GPF-FSG-Vertreter: Kolportiertes Abkommen zwischen Unternehmensführung, Belegschaftsvertretung und Gewerkschaft existiert nicht

Wien (GPF-FSG). Die Unternehmenszentrale der Post plant, mehr als
700 Postämter in Österreich zu schließen. Entgegen jüngsten
Medienberichten gibt es dazu kein Abkommen zwischen
Belegschaftsvertretung, Gewerkschaft und der Unternehmensführung,
halten die sozialdemokratischen VertreterInnen des Zentralausschusses
und der Personalausschüsse in der Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten (GPF) fest. Anlässlich einer Klausurtagung
berieten sie die weitere Vorgangsweise hinsichtlich der
Postamtsschließungen.++++

Der Personalvertretung sind die Postämter, die von der Schließung
bedroht sind, bislang nicht bekannt. Die Folge sind Verunsicherung
und damit verbunden Existenzängste der MitarbeiterInnen im
Schalterbereich. Dem Schließungskonzept sollen
Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu Grunde liegen. Diese liegen der
Personalvertretung allerdings nicht vor.

Die sozialdemokratischen VertreterInnen des Zentralausschusses und
der Personalausschüsse fordern den Vorstand der Österreichischen Post
AG daher mit Nachdruck auf:

- Sofort mit der Verunsicherungspolitik der Kollegenschaft gegenüber
aufzuhören und die Wahrheit auf den Tisch zu legen.
- Der Personalvertretung die Wirtschaftlichkeitsberechnungen umgehend
zur Überprüfung hinsichtlich Plausibilität und Richtigkeit
vorzulegen.
- Mit der Personalvertretung in einen Diskussionsprozess einzutreten
und eine für alle tragbare Lösung herbeizuführen.
- Die dazu erforderliche Betriebsvereinbarung abzuschließen.

Mittelpunkt aller Überlegungen muss die Schaffung dauerhaft
abgesicherter Arbeitsplätze in einem gesunden Unternehmen sein. Zur
langfristigen Gewährleistung dieser Ziele wird es jedoch notwendig
sein, über den Bestand der derzeitigen Postämterstruktur
nachzudenken.

Die GPF-FSG lehnt jede Postamtsschließung, getragen von nicht
transparenten Berechnungsmodellen ohne sozialverträgliche personelle
Umsetzung, auf das Entschiedenste ab.

FSG, 19. Juli 2001
Nr. 82

Rückfragehinweis: Martin Palensky

Tel.: 0664/6241206

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