Schließung von mehr als 700 Postämtern geplant

GPF-FSG-Vertreter: Kolportiertes Abkommen zwischen Unternehmensführung, Belegschaftsvertretung und Gewerkschaft existiert nicht

Wien (GPF-FSG). Die Unternehmenszentrale der Post plant, mehr als 700 Postämter in Österreich zu schließen. Entgegen jüngsten Medienberichten gibt es dazu kein Abkommen zwischen Belegschaftsvertretung, Gewerkschaft und der Unternehmensführung, halten die sozialdemokratischen VertreterInnen des Zentralausschusses und der Personalausschüsse in der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) fest. Anlässlich einer Klausurtagung berieten sie die weitere Vorgangsweise hinsichtlich der Postamtsschließungen.++++

Der Personalvertretung sind die Postämter, die von der Schließung bedroht sind, bislang nicht bekannt. Die Folge sind Verunsicherung und damit verbunden Existenzängste der MitarbeiterInnen im Schalterbereich. Dem Schließungskonzept sollen Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu Grunde liegen. Diese liegen der Personalvertretung allerdings nicht vor.

Die sozialdemokratischen VertreterInnen des Zentralausschusses und der Personalausschüsse fordern den Vorstand der Österreichischen Post AG daher mit Nachdruck auf:

  • Sofort mit der Verunsicherungspolitik der Kollegenschaft gegenüber aufzuhören und die Wahrheit auf den Tisch zu legen.
  • Der Personalvertretung die Wirtschaftlichkeitsberechnungen umgehend zur Überprüfung hinsichtlich Plausibilität und Richtigkeit vorzulegen.
  • Mit der Personalvertretung in einen Diskussionsprozess einzutreten und eine für alle tragbare Lösung herbeizuführen.
  • Die dazu erforderliche Betriebsvereinbarung abzuschließen.

Mittelpunkt aller Überlegungen muss die Schaffung dauerhaft abgesicherter Arbeitsplätze in einem gesunden Unternehmen sein. Zur langfristigen Gewährleistung dieser Ziele wird es jedoch notwendig sein, über den Bestand der derzeitigen Postämterstruktur nachzudenken.

Die GPF-FSG lehnt jede Postamtsschließung, getragen von nicht transparenten Berechnungsmodellen ohne sozialverträgliche personelle Umsetzung, auf das Entschiedenste ab.

FSG, 19. Juli 2001
Nr. 82

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Martin Palensky

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