Metaller-Pensionisten: 2002 Pensionsanpassung in Höhe der Inflation

Pensionistenvertreter fordern verantwortungsvolles Handeln der Regierung

Wien (GMT/ÖGB). Der Bundespensionistenausschuss der Gewerkschaft Metall-Textil hat in seiner heutigen Sitzung einstimmig eine Resolution beschlossen, die an Bundeskanzler Schüssel, Sozialminister Haupt und jene Abgeordneten zum Nationalrat, die im Sozialausschuss vertreten sind, übersendet wird.++++

Die Resolution im Wortlaut:
Der Bundespensionistenausschuss der Gewerkschaft Metall-Textil hat sich eingehend mit der aktuellen Lage der Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich befasst. Die Maßnahmen, die die Bundesregierung in den letzten Monaten beschlossen hat, treffen in vielen Bereichen die ältere Generation. Die geringe Pensionsanpassung 2001 von 0,8 Prozent bei einer Inflation von 2,4 Prozent bedeutet für viele Pensionistinnen und Pensionisten eine besondere Belastung. Die Nettopensionen haben sich weiter verringert, weil die Regierung entgegen ihren eigenen Versprechen Steuern erhöht hat. Die Streichung des Pensionistenabsetzbetrages kommt einer Steuererhöhung gleich, weitere Maßnahmen wie fehlende Abgeltung der gestiegenen Heizkosten, Ambulanzgebühren, Rezeptgebühren etc. belasten die Pensionistinnen und Pensionisten zusätzlich.
Für das kommende Jahr wird - auch durch die Maßnahmen der Bundesregierung - ein weiteres Ansteigen der Inflation vorausgesagt. Die Pensionistenvertreter fordern daher schon jetzt eine verantwortungsvolle Vorgangsweise der Bundesregierung bei der Pensionsanpassung für 2002 ein. Der Lebensstandard und die Kaufkraft der Pensionistinnen und Pensionisten müssen erhalten bleiben. Es muss im Jahr 2002 eine Pensionsanpassung in der Höhe der Inflation erfolgen.
Grundlage dafür sind möglichst hohe Beschäftigungszahlen. Das erfordert eine vernünftige Wirtschaftspolitik. Das Abgehen vom Sozial- und Wirtschaftsstaat Österreich wird sicher nicht dazu beitragen.
Sollte die Bundesregierung, wie in vielen anderen Bereichen (z.B. ÖIAG, ORF, Sozialversicherung) die Anliegen der Betroffenen in Sachen Pensionsanpassung ignorieren und jede Verbesserung von Lebensqualität und Kaufkraft dem fragwürdigen Ziel des "Nulldefizits" unterordnen, werden die Pensionistenorganisationen nicht zögern, ihrem Unmut darüber auch Ausdruck zu verleihen. Die Metallerpensionisten fordern die Regierung daher dringendst auf, die Pensionistinnen und Pensionisten in ihrer Politik gebührend zu berücksichtigen. (mfr)

ÖGB, 11. Juli 2001
Nr. 607

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