• 11.07.2001, 13:11:45
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Metaller-Pensionisten: 2002 Pensionsanpassung in Höhe der Inflation

Pensionistenvertreter fordern verantwortungsvolles Handeln der Regierung

Wien (GMT/ÖGB). Der Bundespensionistenausschuss der Gewerkschaft
Metall-Textil hat in seiner heutigen Sitzung einstimmig eine
Resolution beschlossen, die an Bundeskanzler Schüssel, Sozialminister
Haupt und jene Abgeordneten zum Nationalrat, die im Sozialausschuss
vertreten sind, übersendet wird.++++

Die Resolution im Wortlaut:
Der Bundespensionistenausschuss der Gewerkschaft Metall-Textil hat
sich eingehend mit der aktuellen Lage der Pensionistinnen und
Pensionisten in Österreich befasst. Die Maßnahmen, die die
Bundesregierung in den letzten Monaten beschlossen hat, treffen in
vielen Bereichen die ältere Generation. Die geringe Pensionsanpassung
2001 von 0,8 Prozent bei einer Inflation von 2,4 Prozent bedeutet für
viele Pensionistinnen und Pensionisten eine besondere Belastung. Die
Nettopensionen haben sich weiter verringert, weil die Regierung
entgegen ihren eigenen Versprechen Steuern erhöht hat. Die Streichung
des Pensionistenabsetzbetrages kommt einer Steuererhöhung gleich,
weitere Maßnahmen wie fehlende Abgeltung der gestiegenen Heizkosten,
Ambulanzgebühren, Rezeptgebühren etc. belasten die Pensionistinnen
und Pensionisten zusätzlich.
Für das kommende Jahr wird - auch durch die Maßnahmen der
Bundesregierung - ein weiteres Ansteigen der Inflation vorausgesagt.
Die Pensionistenvertreter fordern daher schon jetzt eine
verantwortungsvolle Vorgangsweise der Bundesregierung bei der
Pensionsanpassung für 2002 ein. Der Lebensstandard und die Kaufkraft
der Pensionistinnen und Pensionisten müssen erhalten bleiben. Es muss
im Jahr 2002 eine Pensionsanpassung in der Höhe der Inflation
erfolgen.
Grundlage dafür sind möglichst hohe Beschäftigungszahlen. Das
erfordert eine vernünftige Wirtschaftspolitik. Das Abgehen vom
Sozial- und Wirtschaftsstaat Österreich wird sicher nicht dazu
beitragen.
Sollte die Bundesregierung, wie in vielen anderen Bereichen (z.B.
ÖIAG, ORF, Sozialversicherung) die Anliegen der Betroffenen in Sachen
Pensionsanpassung ignorieren und jede Verbesserung von Lebensqualität
und Kaufkraft dem fragwürdigen Ziel des "Nulldefizits" unterordnen,
werden die Pensionistenorganisationen nicht zögern, ihrem Unmut
darüber auch Ausdruck zu verleihen. Die Metallerpensionisten fordern
die Regierung daher dringendst auf, die Pensionistinnen und
Pensionisten in ihrer Politik gebührend zu berücksichtigen. (mfr)

ÖGB, 11. Juli 2001
Nr. 607

Rückfragehinweis: GMT-Presse

Nani Kauer
Tel.: (01) 501 46 2420

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