- 09.07.2001, 13:50:12
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Europäischer Flüchtlingsfonds fördert in Österreich 26 Projekte
Wien (OTS) - Der Europäische Flüchtlingsfonds (EFF) der EU wurde
mit Entscheidung des Rates vom 28. September 2000 für den Zeitraum
vom 1. Jänner 2000 bis zum 31. Dezember 2004 errichtet. Zielsetzung
des EFF ist es, die Mitgliedstaaten im Rahmen der Lastenteilung beim
Tragen der Aufwendungen zu unterstützen, die für die Mitgliedstaaten
mit der Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen und den Folgen
dieser Aufnahme verbunden sind. Mit diesen Mitteln können Maßnahmen
zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen von Asylwebern, zur
Förderung der Integration von Flüchtlingen und zur Unterstützung der
freiwilligen Rückkehr in die Herkunftsländer unterstützt werden.
Die Abwicklung der Ko-Finanzierung durch den Europäischen
Flüchtlingsfonds wurde den Mitgliedstaaten übertragen. Dafür ist in
Österreich das Bundesministerium für Inneres zuständig, die
Abwicklung der Projekte selbst wird im Auftrag des BMI durch ein
externes Unternehmen durchgeführt. Die Auswahl erfolgte durch eine
Auswahlkommission, die sich aus Vertretern der von Integrationsfragen
hauptbetroffenen Ministerien, einem Vertreter der Bundesländer sowie
einem Beobachter des UNHCR zusammensetzt. Diese Auswahlkommission ist
zu insgesamt sechs Sitzungen zusammengetreten.
Nach dem im Oktober 2000 veröffentlichten Aufruf zur Einreichung
von Projekten, die in Österreich aus den Mitteln des Europäischen
Flüchtlingsfonds für die Jahre 2000 und 2001 gefördert werden, sind
im BMI 117 Projektvorschläge eingelangt. Mit 6. Juni 2001 wurde die
Auswahl der Projekte abgeschlossen und es wurden insgesamt 26
Projekte (neun Projekte für 2000 und 17 für 2001) für eine Förderung
ausgewählt.
Aufgrund der "rückwirkenden Errichtung" des EFF sind nun die
Mittel der Jahre 2000 und 2001 gemeinsam zur Vergabe gelangt. Dabei
standen für die Förderung von Projekten in Österreich aus den Mitteln
2000 rund 866.000 EURO (ca. 12 Mio. Schilling) und aus den Mitteln
2001 etwas über 1,38 Mio. EURO (ca. 19 Mio. Schilling) zur Verfügung.
Schwerpunkt des Einsatzes der Mittel 2000 bilden drei Projekte zur
Basisversorgung und Betreuung iranischer Christen. Bei den weiteren
Projekten handelt es sich um ein Schulungsprojekt für Rückkehrer in
Tirol, ein Projekt zur Unterbringung und Verpflegung von
Deutschkursteilnehmern in Linz, ein Deutsch-Integrationskurs in St.
Pölten, ein Wohnungs- und Arbeitsmarkt-Integrationsprojekt in Wien,
einen Arbeitskreis über Alltagserfahrungen für studierende Asylwerber
und Flüchtlinge und ein psychologisches Betreuungsprojekt für
traumatisierte Flüchtlingskinder.
Schwerpunkt des Einsatzes der Mittel 2001 bilden fünf Projekte
über Clearingstellen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Weiters ausgewählt wurden unter anderem zwei Projekte über die
psychotherapeutische Betreuung von Flüchtlingen in Oberösterreich und
der Steiermark, ein Länderdokumentationsprojekt, ein Wohnungs- und
Arbeitsmarkt-Integrationsprojekt in Salzburg, ein Projekt über
mehrsprachige psychosoziale Intensivbetreuung in Wien, ein
Integrationsprojekt für traumatisierte Flüchtlinge in Kärnten und
zwei Projekte über Rückkehrberatung und -hilfe.
Aus Mitteln des Bundes werden die ausgewählten Projekte mit
insgesamt rund 24 Millionen Schilling kofinanziert.
Eine Liste aller ausgewählten Projekte wird auf der Homepage des
BMI unter www.bmi.gv.at/fremdenwesen veröffentlicht werden. Weitere
Informationen über die Projekte werden auf der Homepage des externen
Abwicklungsunternehmens unter www.oesb.at/effprojekte abrufbar sein.
Der Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen für das Jahr
2002 wird voraussichtlich Mitte Juli veröffentlicht werden. Für
Projektförderungen im Jahr 2002 werden aus dem EFF über 1,42 Mio.
Euro (knapp 20 Mio. Schilling) zur Verfügung stehen.
Rückfragehinweis: BM für Inneres
Sektionschef Dr. Wolf Szymanski
Tel.: (01) 53 126 - 2241
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