• 09.07.2001, 13:23:44
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GLOBAL 2000: "Wasserkraft-Ehe von Verbund und E.ON ist verfassungswidrig."

Atomkonzern bessert angepatztes Image durch Österreichische Wasserkraft auf. Als Folge: Mehr Atomstrom für Österreich.

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 übt heftige
Kritik an der Wasserkraft-Ehe zwischen der Österreichischen Verbund-
Gesellschaft und dem deutschen Atomstromkonzern E.ON. "Diese Fusion
ist nicht nur ein Skandal ersten Ranges sondern widerspricht zudem
dem Österreichischen Atomsperrgesetz und ist damit
verfassungswidrig", kritisiert Corine Veithen, Anti-Atom-Sprecherin
von GLOBAL 2000. "Denn: Geschäftsbeziehungen eines
Energieunternehmens mit Atomkonzernen, die als Folge den Import von
Atomstrom nach Österreich haben, verstoßen gegen die Verfassung." Der
Atomkonzern E.ON, der in letzter Zeit schwere Imageverluste aufgrund
von Geschäften mit dem Temelin-Betreiber CEZ erfuhr, will offenbar
mit der sauberen Österreichischen Wasserkraft sein Image aufpolieren
und gleichzeitig mit den sauberen Strom gute Geschäfte in Deutschland
machen. Die Österreicher bleiben dabei auf der Strecke, denn statt
Wasserkraft bekommen sie vermehrt Atomstrom. Der Strommix von E.ON
ist ein wirklich "sehr schmutziger". Er besteht nämlich, laut eigenen
Angaben, aus 51% Atomenergie und 39% Kohle.

Die Begründung für das "Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies
Österreich" lautet folgendermaßen:"Diese Ädie Anti-Atom-PolitikÜ
besteht nicht nur in dem eigenen Verzicht auf friedliche Nutzung der
Kernkraft zum Zwecke der Energiegewinnung, sondern wirkt allgemein
darauf hin, risikoreichen Umgang mit spaltbarem Material zu
verhindern und auch andere Staaten dazu zu bewegen, auf die Nutzung
der Atomkraft zu verzichten...". Damit widerspricht die heute bek=
annt gegebene Fusion, die ganz klar einem Atomstromkonzern zu einem
wirtschaftlichen Vorteil verhilft, der Zielsetzung der Verfassung.
"Wieder einmal leistet Wirtschaftsminister Bartenstein, der als
Vertreter des Mehrheitseigentümer des Verbundes politisch dafür
verantwortlich ist, einem Atomkonzern Schützenhilfe", kritisiert
Veithen. "Er muss endlich von seiner atomfreundlichen Politik
abweichen und die Österreichische Verfassung ernst nehmen."

Rückfragehinweis: Andrea Paukovits,

Pressesprecherin GLOBAL 2000,
Flurschuetzstr. 13, A-1120 Wien
Tel.: +43-1-812 57 30
Fax +43-1-812 57 28
email: [email protected]
http://www.global2000.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GLL/OTS

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