3%-Begrenzung für Windkraft in NÖ fix

Die gestern im Landtag beschlossene Begrenzung der Windkraft ist ein Schlag ins Gesicht

St. Pölten (OTS) - "Die gestern im NÖ Landtag beschlossene Begrenzung der Windkraft bei 3% ist ein Schlag ins Gesicht gegen eine offensive Klima- Arbeitsmarkt- und Anti-Atompolitik.", zeigt sich Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft (www.igwindkraft.at) empört. Die Regierungsvorlage wurde in diesem umstrittenen Punkt von ÖVP und SPÖ besiegelt, heftigen Widerstand zeigten jedoch neben den Grünen auch die Freiheitlichen. "Mit dem 3%-Deckel können nur noch 50 moderne Anlagen bis 2007 errichtet werden. Auch eine Evaluierung dieses Ziels in 2 Jahren durch eine Verordnungsermächtigung ist völlig unzureichend.", so Hantsch, "diese Stop-and-go-Politik, alle 2 Jahre den Deckel um 1% zu erhöhen, führt dazu, dass große Energiekonzerne bevorzugt werden." Erfolgreiche Modelle der Energieerzeugung durch Private, die sich bei der Windkraft als entscheidend für die Akzeptanz erwiesen haben, sind nun in Gefahr.

Nach diesem "3%-Gau" befürchtet die IG Windkraft nun beim nächsten Schritt zum Ausbau der Erneuerbaren einen Supergau: "Jetzt muss der Landeshauptmann die Tarife festlegen, die den Anlagenbetreibern für ihre Energie gezahlt werden. Da man das Windkraft-Kontingent so niedrig angesetzt hat, besteht die Gefahr, dass man extrem niedrige Tarife verordnet, um möglichst lang mit dem 3%-Kontingent auszukommen." Dadurch werden wieder die 2.500 an privaten Windrädern beteiligten Niederösterreicher benachteiligt, während Energiekonzerne durch Quersubventionierungen auch mit unwirtschaftlichen Einspeisetarifen Windräder bauen können.

Die IG Windkraft fordert europäische Standards bei den Tarifen. Das Tarifmodell des erfolgreichen deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes würde laut Hantsch für NÖ einen Tarif von ATS 1,20 bedeuten.

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Mag. Stefan Hantsch, IG Windkraft:
Tel.: 02742/21 9 55; 0664/ 261 64 67
Mag. Ursula Holzinger, IG Windkraft:
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