- 26.06.2001, 15:03:14
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Wiener Gemeinderat (5)=
Stadtentwicklung und Verkehr
Wien, (OTS) GR Mag. Christoph Chorherr (G) trat für eine
stärkere Demokratisierung des gesamten Planungsbereiches ein. Er
forderte eine intensivere Einbindung in Planungsvorhaben durch
Bürgerbeteiligung sowie öfter stattfindende Wettbewerbe. Bei der
Bewertung von Projekten durch eine Jury, könne er sich eine
deutlichere Transparenz vorstellen, sowie eine Zusammensetzung der
Jury mit mehr Architekten. Im Stadtplanungsbereich empfahl er der
Stadtregierung, sich bei internationalen Städten wie z.B. Zürich,
Barcelona und Paris Ideen zu holen, wo sich die Bürger bei der
Entstehung von Stadtvierteln viel mehr mit ihrem Wohnraum
identifizieren, weil sie in einem sehr frühen Planungsstadion
eingebunden worden waren.
GR Mag. Alexander Neuhuber (ÖVP) verlangte von der SPÖ die
Fortsetzung der vom früheren Stadtrat Dr. Görg praktizierten
dynamischen Stadtplanung. Er lobte Verkehrsstadtrat Schicker wegen
dessen Absicht, einen Masterplan für Verkehr im Herbst in Angriff zu
nehmen. So wie auch die Wiener Wirtschaftskammer, würde er ein von
Schicker angeregtes temporäres LKW-Fahrverbot auf der Südosttangente
ablehnen. Er trat auch im Zusammenhang mit der Demokratisierung des
Planungsbereiches für mehr Transparenz bzw. eine stärkere
Einbeziehung der Öffentlichkeit ein. So könne er sich z.B.
vorstellen, den zeitlichen Abstand zwischen einer Flächenwidmung und
der Bebauung wesentlich zu verkürzen.
GR Dr. Herbert Madejski (FPÖ) kritisierte die Politik des
früheren Stadtrates Görg und bezeichnete ihn als "Meister der
öffentlichen Diskussion ohne Erfolg". Er führte Beispiele von
Fehlplanungen in nahezu allen Wiener Bezirken an. Zur Verbesserung
der Stausituation auf der Südosttangente schlug der FPÖ-Politiker
mehrere kurzfristige Maßnahmen vor, z.B. ein Verkehrsleitsystem
bereits bei den Einfahrtsstraßen, besser koordinierte Verkehrsampeln
sowie die Errichtung von "Pannenbuchten". In Hinblick auf die
Bewältigung des künftigen Verkehrs forderte er die Errichtung der
Nordostumfahrung, die auch Süßenbrunn und Großenzersdorf entlasten
sollte. Eine Zwischenlösung mit der Anbindung der B 301 an die
Raffineriestraße werde die FPÖ nicht zustimmen, ergänzte Madejski.
(Forts.) hl/vo
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