- 26.06.2001, 12:38:40
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GATTERER: PFLEGEKARENZ IST BEITRAG ZUR VERWIRKLICHUNG MENSCHENWÜRDIGEN STERBENS=
Rasche Umsetzung der entsprechenden Rahmenbedingungen wird
zielstrebig verfolgt
Wien, 26. Juni 2001 (ÖVP-PK) Als wichtigen Beitrag zur
Verwirklichung menschenwürdigen Sterbens bezeichnete heute, Dienstag,
ÖVP-Abg. Edeltraud Gatterer erneut die Möglichkeit der Pflegekarenz
zur Betreuung sterbenskranker Angehöriger. ****
"Viele kranke Menschen haben Angst davor, allein gelassen und in
fremder Umgebung sterben zu müssen. Die Betreuung durch Angehörige in
der letzten Phase des Lebens, die Beistand leisten und den Kranken
auf seinem letzten Weg begleiten, nimmt dem Sterben etwas von seinem
Schrecken. Für mich ist daher die Möglichkeit einer Pflegekarenz für
die Betreuung sterbenskranker Angehöriger ein bedeutender Beitrag zur
Verwirklichung menschenwürdigen Sterbens, dessen Umsetzung von der
ÖVP zielstrebig betrieben wird", führte Gatterer aus.
Die Möglichkeit, sich zur Pflege sterbender Angehöriger über die
derzeit bestehenden arbeitsrechtlichen Regelungen hinaus karenzieren
zu lassen, wie es gestern auch wieder vom ÖAAB vorgeschlagen wurde,
bedeute auch einen wichtigen humanitären Zugewinn für unsere
Gesellschaft als auch eine dringend notwendige Alternative zur
aktiven Sterbehilfe, so die Abgeordnete.
"Wenn wir die aktive Sterbehilfe nicht wollen, müssen wir den
Menschen, die sterbenskrank sind oder die Angehörige pflegen,
Alternativen anbieten. Umfragen zeigen, dass Menschen, die schmerz-
und angstfrei und gut umsorgt in einem liebevollen Umfeld sterben
können, kaum jemals den Wunsch nach aktiver Tötung äußern. Die
Karenzierungsmöglichkeit zur Begleitung Sterbender kann daher auch
ein bedeutender Beitrag dazu sein, eine Tendenz zur aktiven
Sterbehilfe, die bereits in einigen europäischen Ländern aufgetreten
ist, aufzuhalten", hofft Gatterer.
Die ÖVP-Politikerin verwies darauf, dass rund 80 Prozent der
Menschen zu Hause sterben möchten, jedoch nur einem geringen
Prozentsatz dieser Wunsch auch tatsächlich erfüllt werden könne.
"Unser Ziel ist es, den Wünschen dieser besonders schutzwürdigen
Personen Rechnung zu tragen, aber gleichzeitig auch die Interessen
der Angehörigen in arbeits- und sozialrechtlicher Hinsicht
abzusichern, damit ihre Bedürfnisse nicht auf der Strecke bleiben und
eine Karenzierung nicht zu einem unkalkulierbaren Risiko wird. Ich
bin zuversichtlich, dass wir noch offene Fragen rasch klären und die
entsprechenden Rahmenbedingungen sehr bald Platz greifen werden",
schließt Edeltraud Gatterer.
(Schluss)
Rückfragehinweis: ÖVP-Parlamentsklub
Pressestelle
01/40110-0
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