- 26.06.2001, 11:13:00
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Um- und Neunutzung landwirtschaftlicher Gebäude
Wohnbauforschungsprojekt in Auftrag gegeben
St.Pölten (NLK) - Der tiefgreifende Strukturwandel in der
Landwirtschaft wirkt sich auch auf die Baulandschaft mit
weitreichenden Einflüssen aus. Insbesondere im nördlichen
Niederösterreich, im Weinviertel und im Waldviertel, sind die
Auswirkungen der Veränderungen auf Schritt und Tritt sichtbar: Viele
Bauernhäuser stehen ganz oder teilweise leer, wertvolle Bausubstanz
ist ungenützt und droht zu verfallen.
Das für den Wohnbau zuständige Regierungsmitglied
Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop will diese Entwicklung
nicht so ohne weiteres hinnehmen und hat die NÖ Wohnbauforschung
eingeschaltet. "Wir möchten wissen, wo und wie leerstehende
Landwirtschaftsbauten auch für den Wohnbau sinnvoll genutzt und wenn
notwendig auch umgewidmet werden können. Damit könnten wesentliche
Beiträge zur Vermeidung einer weiteren Zersiedelung des ländlichen
Raumes geleistet werden", erklärte Prokop zum Beschluss, ein
entsprechendes Wohnbauforschungsprojekt zu fördern.
Dem Österreichischen Kuratorium für Landentwicklung (ÖKL) wurde
zur Ausarbeitung des Projektes "Um- und Neunutzung
landwirtschaftlicher Gebäude" der Auftrag erteilt. Projektleiter
Dipl.Ing. Hans Kordina: "Als ersten Schritt haben wir einen Überblick
über den aktuellen Stand der Raumordnungsgesetze und Bauordnungen in
allen Bundesländern erstellt. Sodann geht es um die Definition von
Bauten in Ortschaften wie auch im Grünland und deren Bestimmungen für
Nutzung/Bewirtschaftung und Sanierung/Erhaltung. Schließlich sollen
für ausgewählte Beispiele spezielle Analysen und Konzepte
ausgearbeitet werden. Damit werden Anreize für sinnvolle Neunutzungen
geschaffen".
Erste Ergebnisse der Forschungsarbeit werden bis zum Spätherbst
verfügbar sein.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12180
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