• 26.06.2001, 09:14:28
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Gusenbauer fordert 5.000 Schilling mehr Familienbeihilfe statt Kindergeld

Wien (SK) SPÖ-Vorsitzender forderte gestern in einem "Zeit im
Bild"-Interview eine Erhöhung der Familienbeihilfe um 5.000 Schilling
pro Jahr. "Die derzeitigen Karenzgeldregelungen sollen unangetastet
bleiben. Durch eine Erhöhung der Familienbeihilfe würden aber sofort
alle 1,8 Millionen Familien in Österreich profitieren", unterstrich
der SPÖ-Chef. Zudem soll pro Jahr eine Milliarde Schilling für die
Errichtung neuer Kinderbetreuungsplätze aufgebracht werden. Mit
Gesamtkosten von zehn Milliarden Schilling würde das SPÖ-Modell
letztlich billiger als das Kindergeld-Modell der Regierung kommen.
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Billiger käme das SPÖ-Modell deswegen, weil die Kosten stabil
bleiben würden, erläuterte Gusenbauer. Das Kindergeldmodell der
Regierung würde im ersten Jahr neun bis zehn Milliarden kosten in der
Endstufe jedoch 17 Milliarden Schilling. Der SPÖ-Vorsitzende betonte,
dass die Familien besonders unter den Belastungsmaßnahmen der
Regierung zu leiden hätten, durch die Erhöhung der Familienbeihilfe
würde ein Teil dieses Geldes wieder zu den Familien zurückgelangen.
Das sei besonders dann wichtig, wenn wie jetzt die Wirtschaft schwer
unter Druck gerät.

Gusenbauer wies darauf hin, dass durch die eine Milliarde
Schilling für Kinderbetreuungseinrichtungen rund 20.000
Betreuungsplätze pro Jahr errichtet werden könnten. "Wir haben jetzt
270.000 Betreuungsplätze, wir bräuchten aber 370.000. In fünf Jahren
wäre diese Lücke nach unserem Modell geschlossen." Dadurch wäre es
einfacher Beruf und Familie unter einem Hut zu bringen.

Es sei auch Tatsache, dass Kinder ab einem gewissen Alter
mehr Geld Kosten als in den ersten Lebensjahren. "Diese Familien
erhalten aber jetzt nach dem Regierungsmodell nichts. Nach dem
SPÖ-Modell würden sie sofort von einer Erhöhung der Familienbeihilfe
profitieren", betonte Gusenbauer.

Auf die Frage, warum dieser Vorschlag der SPÖ erst so spät
eingebracht wurde, unterstrich Gusenbauer, dass man zuvor in den
Verhandlungen auf der Ebenen des Kindergeldmodells Vorschläge wie die
Elternkarenz unterbreitet habe. Die Regierung sei nicht darauf
eingegangen. Nun müsse sich die blau-schwarze Koalition diese Woche
mit dem Familienbeihilfen-Modell der SPÖ auseinandersetzen. "Ich darf
hoffen, dass die blau-schwarze Regierung auch einmal gescheiter
wird", schloss der SPÖ-Vorsitzende. (Schluss) ns

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

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