LH Pröll beim Europaforum auf dem Göttweiger Berg:

"Interne Konkurrenzkämpfe schwächen Europa gegenüber Kontinenten!"

St. Pölten (nlk) - "Es ist hoch an der Zeit, die 'Tretminen der Geschichte' zurückzulassen und einig zu werden. Andernfalls schwächt sich Europa im wirtschaftlichen Konkurrenzfeld gegenüber den anderen Kontinenten selbst." Auf diese große Gefahr wies Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute vormittags im Rahmen der Eröffnung des 7. Europaforums fest, das heute und morgen zum Thema "Mobilität und Stabilität in einem zusammenwachsenden Europa" im Stift Göttweig stattfindet. "Nach dem Fallen des Eisernen Vorhanges wurden neue Grenzen im Denken aufgebaut. Diese abzubauen und die gemeinsame Geschichte aufzuarbeiten, ist die wichtigste Aufgabe", so Pröll. Allerdings dürfe es im Rahmen der Institutionenreform nicht dazu kommen, dass die großen und starken EU-Mitglieder die kleinen dominieren. Den Regionen sei der gebührende Platz einzuräumen, denn sie schaffen Einheit in Vielfalt und Harmonie. Das Tempo der Osterweiterung sei weniger wichtig als die Gründlichkeit, mit der der Prozess erfolge. Enttäuschte Erwartungen könnten wiederum zu Nationalismen führen. Auch kleine Sorgen müsse man beachten, und auch Brüssel müsse lernen, einen Dialog mit der Bevölkerung zu führen und sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Nach der Plenarveranstaltung, bei der Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner die Position Österreichs erläutert, wird die Tagung in vier Arbeitskreisen fortgeführt. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt morgen im Stift Göttweig.
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