• 20.06.2001, 11:57:41
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WGKK-Obmann Bittner: Qualitätsverbesserung für Patienten statt "Lex Sallmutter"

Gegen Verschlechterung der ärztlichen Versorgung in Wien

Wien (OTS) - "Statt immer neue Varianten über die Ablöse des
amtierenden Präsidenten des Hauptverbandes zu erfinden, sollte sich
die Bundesregierung mit dem selben Elan und Eifer mit der Frage der
Qualitätsverbesserung unseres Gesundheitswesens auseinandersetzen"
betonte heute der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz
Bittner. Besonders scharf wendet sich Bittner gegen alle jene -
gerade in den letzten Tagen mehrfach geäußerten - Argumente, wonach
eine positive Spargesinnung und ein "erfolgreiches Kassenmanagement"
an einer möglichst geringen Zahl an Kassenvertragsärzten abzulesen
sei. "Es kann doch nicht sein, dass die Wiener Fachärztedichte auf
das Niveau des österreichischen Schlusslichts herabgesenkt wird
(derzeit Oberösterreich) um als gut geführte Kasse zu gelten.
Sparsame Verwaltung ja, Verschlechterung für die Patienten nein."

Dazu ein Beispiel: Im Bezirk Rohrbach/OÖ gibt es für über 58.000
Einwohner - das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl des 7. und 8.
Wiener Gemeindebezirks zusammen - einen einzigen niedergelassenen
Internisten mit Kassenvertrag und keinen einzigen Chirurgen,
Hautarzt, HNO-Arzt, Orthopäden, Urologen, Radiologen, Lungenfacharzt,
etc.

Für eine verantwortungsvolle Kassenführung kann es kein
Erfolgsausweis sein, wenn die Zahl der Vetragsärzte so lange
reduziert wird, bis ein bestimmtes Sparziel erreicht ist. Eine
seriöse Bemessung des Angebotes hat sich immer am Bedarf der
Bevölkerung zu orientieren. "Ich möchte die Bundesregierung an ihr
eigenes "Kassenkonzept" vom 14. April 2000 erinnern, in dem explizit
festgeschrieben wurde, dass die Konsolidierung der finanziellen
Situation der Krankenversicherung ohne Einschränkung der
medizinischen Leistungen erfolgen soll" sagte Bittner. "Für eine
Neuordnung des Hauptverbandes bedeutet das, dass die Selbstverwaltung
durch die Versicherten das Qualitätsinteresse der Bevölkerung besser
vertreten kann als eine "Technokratenherrschaft" irgendwelcher
Manager, denen der Rotstift und das Sparen um jeden Preis wichtiger
ist als eine gute medizinische Versorgungsstruktur für die
Patienten."

Rückfragehinweis: Wiener Gebietskrankenkasse/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Jan Pazourek
Tel.: 60 122 - 2254, 0664 - 31 31 794
e-mail: jan.pazourek@wgkk.sozvers.at
www.wgkk.at

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