FORMAT: Willkürliche Primariatsbesetzungen im Wiener Hanusch-Spital

Gesundheitsstaatssekretär Waneck: "Scheinobjektivierungen" abstellen

Wien (OTS) - Im Hanusch-Spital sind in den 90er Jahren wiederholt Kandidaten zu Primarärzten bestellt worden, obwohl sie vom Wiener Landessanitätsrat, dem prüfenden Fachgremium, nicht in die Gruppe der sehr geeigneten Bewerber gereiht waren. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Gesundheitsstaatssekretär Reinhard Waneck liegen Informationen vor, die diesen Sachverhalt für die Besetzung der urulogischen Abteilung 1993, der chirurgischen Abteilung 1994 und die II. Medizinische Abteilung 1995 belegen. Der Staatssekretär: "Ich stelle in keinster Weise die medizinische Qualität des Hanusch-Spitals in Frage, aber die Wiener Gebietskrankenkasse als Krankenhausträger muß sich die Frage gefallen lassen, nach welchen Kriterien sie die ausgeschriebenen Stellen in ihrem Spital eigentlich besetzt." Tatsächlich bestätigt die Gebietskrankenkasse gegenüber FORMAT, daß in der Vergangenheit wiederholt zweit gereihte Kandidaten zum Vorstand einer Abteilung berufen wurden. "Den möglichen Vorwurf der Parteibuchwirtschaft weisen wir aber strikt zurück", heißt es aus der Generaldirektion. Vielmehr hätten "faktische Verhältnisse vor Ort" für den Zuschlag für die nur "gut geeigneten" Kandidaten gesprochen. Rein rechtlich sei es der Gebietskrankenkasse als privater Krankenhausträger aber ohnehin unbenommen, die Empfehlungen des Sanitätsrates zu ignorieren. Stimmt, meint Staatssekretär Waneck:
"Aber dann soll das Hanusch-Spital bitte auf die Scheinobjektivierung verzichten."

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