Petrovic: Regierung agiert bei Familienzusammenführung offen rassistisch

Verhaiderung der ÖVP geht mit Riesenschritten voran

Wien (OTS) "Keine andere Regelung zeigt die Verhaiderung der ÖVP deutlicher als ihr unglaubliches Pharisäertum in Sachen Familienpolitik. Während die Familien- und Kinderfreundlichkeit beschworen wird und Österreich zum angeblich familienfreundlichsten Land Europas gemacht werden soll, demaskiert die Senkung der Quote bei der Familienzusammenführung die gesamte Regierung als offen und unverhüllt rassistisch und familienfeindlich", kritisiert die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic.

Warum das 5151. Kind kein Recht haben soll, mit den eigenen Eltern ein Familienleben zu führen, bleibt der höheren christlichen Logik von Schüssel, Strasser und Khol vorbehalten. Warum in einem Land, in dem die demographische Entwicklung in Richtung Überalterung geht, nur blonde und blauäugige Kinder ohne Quotenbeschränkung bei ihrer Familie leben dürfen, kann nur aus einer wenig christlichen Braun-Ideologie her begründet werden. Warum einerseits das Hohelied der Familie als Keimzelle der Staates angestimmt wird, andererseits MigrantInnen nur als Produktionsfaktoren gesehen werden, ist mit christlicher Mitmenschlichkeit noch weniger erklärbar.

Weil manche Werthaltung in der ÖVP in Vergessenhat geraten ist, seien Schüssel, Khol und Strasse an Lukas 18 erinnert: "Einmal kamen Leute mit kleinen Kindern zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflege, aber die Jünger wiesen sie ab. Doch Jesus rief die Kinder zu sich und sagte: 'Lasset die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht, denn gerade für Menschen wie sie, steht Gottes neue Welt offen." In diesem Sinne fordern die Grünen die Herausnahme des Familiennachzugs aus der Quote.

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