NEWS: Seltsame Geldtransaktionen im Steiner Imperium

85 Millionen flossen aus Holding nach Liechtenstein und Panama - Firmenwert in Bilanz 1999 laut Europatreuhand und Duke Street Capital um 1,45 Milliarden Schilling "geschönt" - Vorausmeldung zu NEWS Nr. 23 vom 7. Juni 2001

Wien (OTS) - Zumindest 85 Millionen Schilling flossen auf seltsame Weise aus dem oberösterreichischen Pleiteimperium Steiner ab. Das berichtet das Wochenmagazin NEWS in seiner morgen, Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Konkret habe, so NEWS unter Berufung auf firmeninterne Dokumente zunächst eine liechtensteinische Stiftung mit Wurzeln in Panama die Steiner-Tochterfirma ILD um einen Schilling erworben. Die Holding, Steiner Industries, kaufte die ILD um 85 Millionen zurück. Hinter der Stiftung in Liechtenstein und deren panamenischen Stifter vermuten Fahnder die Eigentümerfamilie Steiner.

Zusätzlich zeigt NEWS anhand der Anzeige des Steiner-Mehrheitsgesellschafters Duke Street Capital und Dokumenten der Bilanzprüfer der Europa-Treuhand Ernst & Young auf, wie im Steiner-Firmenreich offenbar die Bilanzen geschönt worden sein sollen:

* So soll etwa die Steiner Freizeitmöbel GmbH vor dem Bilanzstichtag 1999 fiktive Rechnungen an norwegische, tschechische, britische, deutsche und österreichische Kunden in Höhe von insgesamt fast 366 Millionen Schilling ausgestellt haben. Diese Scheinforderungen seien als Aktiva in die Bilanz geschrieben und im folgenden Jahr wieder storniert worden.

* Vermutlich gar nicht vorhandene Lagerware in Höhe von zumindest 150 Millionen habe die Bilanz zusätzlich um zumindest 150 Millionen Schilling verbessert.

* Insgesamt sei der Wert der Steinerfirmen alleine in den Bilanzen des Jahres 1999 um 1,45 Milliarden Schilling "verbessert" worden, vermuten, so NEWS, Europatreuhand und Duke Street Capital.

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