ARBÖ: Sommerreiseverordnung im Interesse der Verkehrssicherheit korregieren

A2 Südautobahn endet für Infrastrukturministerium beim

Wien (ARBÖ) - Packsattel

Der starke Reiseverkehr an den verlängerten Wochenenden
haben nach Ansicht des ARBÖ deutlich gezeigt, wie wichtig aus Gründen der Verkehrssicherheit die Vorverlegung der Beginnzeit des Wochenendfahrverbotes für den gesamten Schwerverkehr bereits auf Samstag 8 Uhr früh wäre. An den Wochenenden kam es erst ab Samstag 15 Uhr, bedingt durch das generelle Lkw-Wochenendfahrverbot, zur Entflechtung der Verkehrsarten.

Die Verordnung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, mit der zur Erleichterung des Sommerreiseverkehrs für bestimmte Straßen ein Fahrverbot für Lastkraftfahrzeuge verfügt wird (Sommerreiseverordnung) tritt am 1. Juli in Kraft und endet am 31. August 2001.

Nach Meinung des ARBÖ besteht gerade im Hinblick auf die zahlreichen Lkw-Unfälle korrigierender Handlungsbedarf im Verkehrsministerium. Aus Sicht der ARBÖ-Verkehrsexperten ist die Sommerreiseverordnung 2001 im Interesse aller Kraftfahrer und aus Gründen der Verkehrssicherheit in zweifacher Form zu verändern:

1. Aufnahme der A2 Südautobahn mit deren gesamten Verlauf. In der Sommerreiseverordnung endet das Fahrverbot auf der A2 Südautobahn an der Anschlussstelle Packsattel. Warum ist der Streckenabschnitt der Südautobahn nicht auf Kärntner Seite betroffen?

2. Klare Rahmenbedingungen für die kommende Reisezeit von 30. Juni bis 9. September 2001: Welche Gründe sprechen dafür, dass nunmehr auch die Samstage am 1. und 8. September 2001 nicht erfasst werden? Sind die Unterlagen eindeutig, dass an diesen Wochenenden kein gleichartig zu beachtender Urlaubsreiseverkehr stattfindet? Eine Darstellung des ARBÖ über die Ferienzeiten in den Nachbarstaaten findet man unter der APA OGS-Grafik 0121 "Ferienkalender 2001" vom 22.01.2001. Denn an den von der Sommerreiseverordnung nicht erfassten Wochenenden wird von den ARBÖ-Verkehrsexperten ebenfalls starker Reiseverkehr bzw. Rückreiseverkehr erwartet.
Nicht nur in Österreich enden großteils die Sommerferien erst am 9.9.2001, sondern auch die deutschen Bundesländer Baden-Würtenberg, Bayern, Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein sind davon betroffen.

Weiters tritt der ARBÖ dafür ein, dass gefährliche Güter an diesen Wochenenden (vom 30.6. bis 9.9.2001) bereits ab Samstag 0.00 Uhr nicht mehr transportiert werden dürfen. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar fordert: "Keine rollenden Bomben und verstärkte Kontrollen des gesamten Güterverkehrs auf Österreichs Straßen nicht nur an den Sommerwochenenden, sondern jedes Wochenende."

Das allgemeine Wochenendfahrverbot darf auch außerhalb der Reisezeiten nicht verwässert werden. "Es ist nicht einzusehen, dass Frächter aus Ungarn, Tschechien oder der Slowakei im Konvoi mit vier Einheiten unter 7,5t höchstzulässigen Gesamtgewicht die Westautobahn und Südautobahn befahren und damit die Wirksamkeit des Lkw-Wochenendfahrverbotes, welches zur Entflechtung des Verkehrs und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eingeführt wurde, ständig unterlaufen", betonte abschliessend ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Siehe dazu auch die APA OGS-Grafik 0041-0004 "Lkw-Fahrverbote" vom 11.04.2000

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