• 01.06.2001, 10:28:25
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Hochzeiten und Todesfälle im 1. Quartal 2001 stark rückläufig=

W i e n , 2001-06-01 - Die Zahl der Eheschließungen in Österreich
ging laut STATISTIK AUSTRIA in den ersten drei Monaten des Jahres
2001 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 16,7% zurück. Ebenso
sank die Zahl der Sterbefälle um beträchtliche 14,5%.

Die vorläufige Zahl der in den Monaten Jänner bis März 2001
geschlossenen Ehen betrug 4.221 und war damit um 849 oder ein
Sechstel geringer als im ersten Quartal 2000. Eine mögliche Erklärung
dafür ist die magische Zahl "2-2000", die so manches Paar
veranlasste, im Februar 2000 den Bund fürs Leben einzugehen. In der
Tat wurden im Februar 2001 um ein Drittel weniger Hochzeiten gefeiert
als im gleichen Vorjahresmonat, der noch dazu ein Schaltmonat war. Am
Schalttag, dem 29. Februar 2000, wurden zwar für einen Dienstag in
der Fastenzeit überdurchschnittlich viele Ehen geschlossen (nämlich
76, die fortan nur alle vier Jahre den Hochzeitstag feiern können);
sein Anteil an der Gesamtzahl der Februar-2000-Ehen betrug gleichwohl
nur 3,6%. Bevorzugte Heiratstermine waren der 2.2.2000, ein Mittwoch,
mit 421 Hochzeiten, und der 22.2.2000, ein Dienstag, mit 178
Trauungen. Auf diese beiden Tage wären normalerweise vielleicht
zusammen 45 Eheschließungen entfallen; es waren aber mit 599 mehr als
13 Mal so viele. Somit erklärt sich der weitaus überwiegende Teil des
Heiratsrückgangs im Februar 2001 aus dem vorjährigen Anstieg wegen
der Zahlenpräferenz für den 2. und 22. Februar 2000. Daneben dürfte
es einen trendmäßigen Rückgang gegeben haben, wie auch die
Veränderungen im Jänner und März 2001 mit je rund -6% anzeigen.

Wie die STATISTIK AUSTRIA weiter mitteilt, nahmen die Trauungen im
ersten Vierteljahr 2001 in allen Bundesländern ab. Die Veränderungen
gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal betrugen im Einzelnen:
Vorarlberg 27,7%, Oberösterreich 20,1%, Tirol 19,3%, Salzburg
19,0%, Steiermark 18,7%, Niederösterreich 17,8%, Kärnten 15,4%,
Burgenland 11,9% und Wien 11,6%.

Der Rückgang der Sterbefälle im ersten Quartal (von 21.340 im Vorjahr
um 3.086 oder ein Siebentel auf 18.254 heuer ) ist schwieriger zu
erklären. Klarerweise gab es auch hier einen Schalttagseffekt, der
aber allein nur ein Minus der Gestorbenen um etwa 1,1% der
Quartalssumme bzw. etwa 3,4% des Februarwertes bewirkt hätte. Es
verbleiben Rückgänge um 19,9% im Jänner, 13,9% im Februar und 4,9% im
März bzw. um 13,4% im gesamten Vierteljahr. Die besonders kräftige
Abnahme im Jänner 2001 ist im Zusammenhang mit einer Zunahme der
Sterbefälle um 13,0% im gleichen Vorjahresmonat zu sehen. Im Februar
und März 2000 waren aber ebenfalls schon Rückgänge zu verzeichnen.
Die niedrige Zahl an Sterbefällen im ersten Quartal 2001 ist somit
wohl auf den besonders milden Winter zurückzuführen. Es gab jetzt
jedenfalls die weitaus wenigsten Gestorbenen der letzten zwölf Jahre
(-15,1% gegenüber dem Durchschnitt der ersten Vierteljahre
1990-2000). Dies gilt durchwegs für alle drei Monate mit der einzigen
Einschränkung, dass im Jänner 1998 noch (geringfügig) weniger
Menschen starben als im Jänner 2001.

Die Abnahme der Zahl der Sterbefälle im ersten Vierteljahr 2001
erstreckte sich auf alle Bundesländer. Den stärksten Rückgang
meldeten - wie bei den Hochzeiten - die Standesämter in Vorarlberg
(27,3%), gefolgt vom Burgenland (17,4%), Tirol (16,7%), Wien
(16,6%) und Niederösterreich (14,9%). Etwas schwächer fiel die
Abnahme in Salzburg (13,8%), der Steiermark (12,7%) und
Oberösterreich (10,9%) aus. In Kärnten kam es mit einem Minus von
7,1% zum geringsten Sterbefallrückgang.

Da die Zahl der Gestorbenen im ersten Quartal 2001 weitaus stärker
sank als die der Lebendgeborenen (-3,8%; die STATISTIK AUSTRIA
berichtete darüber bereits am 14. Mai), veränderte sich die
Geburtenbilanz entsprechend. In den ersten drei Monaten des Jahres
2001 wurden nur um 71 Kinder weniger geboren als (überwiegend alte)
Menschen starben; im ersten Quartal 2000 hatte diese Zahl, die auch
Geburtendefizit oder Sterbefallüberschuss genannt wird, noch 2.440
betragen. Auf Bundesländerebene kam es im Vergleich zum Vorjahr
entweder zu Reduktionen des vorhandenen Sterbefallüberschusses
(Niederösterreich -61,5%, Burgenland -57,1%, Wien -51,2%, Steiermark
-40,3%, Kärnten -22,3%) oder zu Erhöhungen des Geburtenüberschusses
(Oberösterreich +117,6%, Tirol +93,2%, Vorarlberg +74,4%, Salzburg
+26,3%).

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