AKS: Gehrer auf der Suche nach der Demokratie

Parlament soll für "Verhaltensvereinbarungen" umgangen werden

Wien (SK) Befremdet reagiert die Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) auf den autoritären Einschlag Bildungsministerin Gehrers. Im heutigen "Kurier" kündigt sie an, die "Verhaltensvereinbarungen" beim Ausbleiben einer 2/3 Mehrheit im Parlament per Verordnung erlassen zu wollen. "Gehrer stellt ein strahlendes Vorbild für DirektorInnen dar, die bereits jetzt Demokratie je nach Wetterlage auslegen. Dieses Vorgehen ist repräsentativ für die 'autoritäre Mogelpackung' 'Erziehungsvereinbarungen'", kritisierte Oliver Prausmüller, Bundesvorsitzender der AKS, den Zick-Zack Kurs der Ministerin.

In den letzten Wochen wurden durch die AKS wiederholt Fallbeispiele von bereits bestehenden autoritären Schulordnungen aufgedeckt. "Bildungsministerin Gehrer ist leider bis dato eine Stellungnahme auf das Versagen ihrer Schulbehörden schuldig geblieben. Wie ist z.B. möglich, dass SchülerInnen mit 'Kloputzen' bestraft werden und der zuständige Landesschulrat bei dieser Hausordnung nicht einschreitet?", weist Prausmüller auf akute Probleme vor Ort hin.

Laut Prausmüller müsse sich Gehrer den Vorwurf der "Unehrlichkeit" auch in der Erziehungsmitteldebatte gefallen lassen. So wurde bis jetzt seitens der Bildungsministerin eisern verschwiegen, dass für die Festlegung der konkreten Strafen in den geplanten "Erziehungsräten" die SchülerInnenvertretung mit einer einfachen Mehrheit umgehbar ist. "Gehrer dreht und wendet es sich, wie sie will. Ihre undemokratischen Trotzreaktionen soll sie sich sparen", schloss der Bundesvorsitzende. (Schluss) ps/mm

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