"Cafe" im Kabel: von Unterhaltungsunternehmen zu Telekom-Dienstleistern

Bergmann-Fiala stellt Ergebnisse der Statistik "Kabel-TV 2000" vor - Kabler sorgen für Meinungsvielfalt und technische Innovation

Wien (PWK394) - "CAFE - Communication access for everybody” war unser Ziel und heuer haben wir es nahezu erreicht. Österreichs Kabelnetzbetreibern ist es innerhalb von zwei Jahren gelungen, den Wandel von Unterhaltungsunternehmen zu Telekommunikationsdienstleistern zu vollziehen, ohne dafür einen Groschen Steuergeld zu erhalten. Dieser Kraftakt gelang trotz erheblicher neuer Belastungen, unzeitgemäßer Gesetze und einseitiger Regulative", sagte heute, Dienstag, Fachverbandsvorsteherin Dr. Alfreda Bergmann-Fiala bei der Veröffentlichung der Statistik "Kabel-TV in Österreich" des Fachverbandes Telekom und Rundfunk in der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Zahlen des Jahres 2000 sprechen, so Bergmann-Fiala, für sich:

  • Die Kabelnetzbetreiber versorgen über 1,01 Millionen Österreicher -mehr denn je.
  • Von den 261 österreichischen Kablern bieten bereits 46 Breitband-Internet an und versorgen damit 130.000 Kunden.
  • 6 der 46 Kabler bieten für 120.000 Kunden zusätzlich Festnetztelefonie an.
  • 73 Unternehmen offerieren Pay-TV, davon schon 53 Mitgliedsbetriebe digitales Fernsehen (wie etwa "Premiere World").
  • Für rund 900.000 Haushalte (sogenannte "homes connected") wurden die Netze auf interaktive Dienste umgerüstet.
  • In den vergangenen zwei Jahren haben die Kabelbetreiber in diesen Umbau mehr als 3 Mrd Schilling aus eigener Tasche und ohne staatliche Subventionen investiert.
  • Nahezu 90 % aller österreichischen Kabelfernsehkunden können die Österreich-Werbefenster der deutschen Privatprogramme und den ersten privaten österreichischen Kabel-TV-Kanal empfangen.
  • Die Anzahl der vollbeschäftigten Dienstnehmer betrug zum Ende des Vorjahres 1.343 Mitarbeiter und weist eine deutlich steigende Tendenz auf.

Österreichs Kabel-TV-Unternehmen sind, so die Sprecherin, mit diesen Zahlen im internationalen Spitzenfeld zu finden und stehen schon jetzt für technische Innovation mittels Digitalisierung und Breitband sowie größere Meinungsvielfalt in der heimischen Rundfunklandschaft, während für den terrestrischen Bereich gerade erst darüber verhandelt wird.

"Das Ergebnis ist umso erstaunlicher, als es in Österreich zwar keine Konvergenzpolitik für die Informationsgesellschaft, dafür aber zahlreiche überkommene Kuriositäten gibt: So werden etwa die Kabel-TV-Gebühren noch immer durch die Paritätische Kommission - eine Antiquität der Nachkriegszeit, die außer Kabel-TV nur noch die Preise für Heizöl regelt - genehmigt. Weiters muss sich jeder Rundfunk-, Kabel- und Internet-Anbieter mit einem veralteten Verwertungsgesellschaftengesetz aus den 30er Jahren herumschlagen", kritisierte Bergmann-Fiala.

"Die Branche sei ein europaweit anerkanntes Vorbild für die erfolgreiche Konvergenz von elektronischen Dienstleistungen und biete schon jetzt "CAFE" für über eine Million Österreicher." Im Gegenzug erwarten wir uns aber auch eine darauf abgestimmte Standortpolitik:
Die Kabelbranche will keine Subventionen, aber auch keine staatlichen Interventionen, sondern Rechtssicherheit und einen freien Markt", schloss die Fachverbandsvorsteherin. (hp)

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