• 20.05.2001, 12:14:57
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Kinopremiere für ORF-Koproduktion "Ene Mene Muh - und tot bist Du": Mörderische Satire von Houchang Allahyari ab sofort in den Wiener Kinos=

Im neu eröffenten Cinestar Filmpalast im Vienna Twin Park feierte am
Samstag, dem 19. Mai 2001, eine ORF-Koproduktion ihre Kinopremiere:
"Ene Mene Muh - und tot bist Du" ist der skurrile Titel der ebenso
skurrilen "mörderischen" Satire von Regisseur Houchang Allahyari,
die ab sofort in den Wiener Kinos zu sehen ist. Den Abend moderierte
Radio-Wien-Lady Marion Hauser, anwesend waren unter anderem die
Hauptdarsteller Karl Merkatz, Waltraut Haas, Bibiana Zeller,
Reinhard Nowak, weiters Regisseur Houchang Allahyari und
Terra-Film-Produzent Norbert Blecha. Die Koproduktion von ORF und
Terra-Film Wien, die mit Unterstützung des Wiener Film Fonds (WFF)
im Sommer 1999 gedreht wurde, ist mit hochkarätigen österreichischen
Darstellern besetzt: An der Seite von Waltraut Haas, Bibiana Zeller,
Karl Merkatz und Reinhard Nowak standen unter anderem Gunther
Philipp, Christine Schuberth, Kurt Sobotka, Trude Marlen, die kurz
nach den Dreharbeiten verstorbene "Kaisermühlen Blues"-Mimin Ellen
Umlauf, Gregor Seberg und viele andere vor der Kamera von Hans
Selikovsky. In einer Gastrolle ist der Hollywood-Mime Ben Cross
("Chariots of Fire", "Palast der Winde") als Wiener Bürgermeister zu
sehen.

"Ene Mene Muh - und tot bist Du", benannt nach dem berühmten
Kinderreim, der im Film eine Rolle spielt, ist eine bissige Satire
nach dem Erstlingswerk des jungen Autors Martin Betz, der den
verlogenen Jugendkult unserer Gesellschaft humorvoll
aufs Korn nimmt. Der Film erzählt von einer Mordserie in einem
Altersheim, dessen vor allem weibliche Bewohner emsig bemüht sind,
zum Kreis der ältesten Wiener zu gehören.

Regisseur Houchang Allahyari, dessen letzter Kinofilm "Geboren in
Absurdistan" voraussichtlich im Juli dieses Jahres erstmals im ORF
zu sehen sein wird, hat das Projekt in nur 24 Drehtagen umgesetzt.
"Ich möchte allen Beteiligten sowohl vor als auch hinter der Kamera
danken, ihr Einsatz hat es möglich gemacht, diesen Film in
Rekordzeit fertig zu drehen."

Zum Inhalt von "Ene Mene Muh": In einem Wiener Altersheim lebt Frau
Pichler (Trude Marlen), mit 107 Jahren die älteste Bewohnerin,
gemeinsam mit ihren härtesten Konkurrentinnen in einem luxuriösen
Zimmer: im Zimmer der ältesten Wienerinnen. Der strenge Oberarzt
(Kurt Sobotka) "sammelt" die "Golden Girls" schon seit Jahren aus
Prestigegründen, denn einmal im Jahr, wenn der Bürgermeister (Ben
Cross) gerade Polittourismus betreibt, lässt er sich mit der
ältesten Wienerin ablichten. Rivalitäten gibt es zwischen den
wetteifernden Damen (Bibiana Zeller, Waltraut Haas, Ellen Umlauf u.
a.), aber auch wegen der mehr oder
minder rüstigen Herren (Karl Merkatz und Gunther Philipp). Auch der
junge Arzt Dr. Klein (Reinhard Nowak) sorgt für Unruhe bei den
alternden Herzen. Der Alltag des Heims wird außerdem jäh
durcheinandergewirbelt, als es zu einem Wechsel in der Heimleitung
kommen soll und eine mysteriöse Mordserie beginnt.

Bibiana Zeller über die Dreharbeiten: "Die Arbeit mit Houchang
Allahyari war sehr intensiv, wir hatten ein unglaubliches Quantum
pro Tag. Meine Rolle war so schön wie schon lange keine andere.
Neid, Frustration und Lust existieren in allen Lebensabschnitten,
der Film ist ein erster Schritt gegen die Ausgrenzung alter Menschen
in unserer Gesellschaft - bemerkenswert ist, dass das Buch von einem
sehr jungen Autor, Martin Betz, auf ganz einfühlsame Art geschrieben
wurde."

Waltraut Haas über ihre Rolle: "Ich spiele eine enttäuschte Frau,
die ihrer Liebe nachtrauert und diese noch einmal erleben möchte.
‚Ene Mene Muh' ist ein lustiger Film mit ernsten und tragischen
Momenten. Allahyari ist ein ganz einfühlsamer Regisseur, manchmal
musste er zu mir sagen: ‚Waltraut, vergiss nicht, du bist 100', dann
musste ich halt mein Temperament etwas zurücknehmen."

(Foto via APA)

Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle

Ruza Holzhacker
Tel.: (01) 87 878 - DW 14703
http://programm.orf.at
http://kundendienst.orf.at

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