• 18.05.2001, 11:24:47
  • /
  • OTS0099 OTW0072

Stadttheater St.Pölten:

Intendant Wolsdorff stellte letzten Spielplan vor

St.Pölten (NLK) - Die Ära Wolsdorff am Theater der
Landeshauptstadt St.Pölten geht zu Ende. Der langjährige Intendant
stellte gestern nach seinem vor kurzem gefassten Entschluss, die
Intendanz nicht mehr weiterzuführen, den Spielplan für seine letzte
Saison vor.

Ferdinand Raimund gilt in der Kultur des Landes als einer der
wichtigsten und wertvollsten Bühnenautoren, ein "österreichischer
Shakespeare". Sein "Verschwender" wird ab 13. Oktober 2001 unter der
Regie von Klaus Dieter Wilke gespielt. Eine interessante Neufassung
der Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing bedeutet "Ein Fest für
Nathan" aus der Feder des Autors Dieter O. Holzinger. Die Premiere
ist für 24. November angesetzt. "Josef und Maria" von Peter Turrini
wird ab Dezember wieder in den Spielplan aufgenommen. Die Komödie von
Jean-Baptist Moliere "Der Geizige" wird ab 2. Februar 2002 gespielt,
die Komödie von Erich Kästner "Drei Männer im Schnee" ab 2. März.
Seine Regiearbeit leistet Peter Wolsdorff mit "Grace & Glorie" von
Tom Ziegler. Dieses Stück ist auch der Beitrag des Theaters zum 7.
Österreichischen Theatertreffen in Salzburg .

In der Sparte Musiktheater gibt es die erste Premiere am 27.
Oktober mit "Ein Walzertraum" von Oscar Straus, eine weitere am 15.
Dezember mit "Die Cardasfürstin" von Emmerich Kalman. Das Musical
"Irma La Douce" von Marguerite Monnot wird ab 12. Jänner 2001
aufgeführt. Am 13. April gibt es die schon lange geplante
musikalische Revue "Ein Jahrhundert im Schlager". Die Sparte
Jugendtheater weist als Höhepunkt die Wiederaufnahme des unglaublich
erfolgreich dramatisierten Romans "Momo" von Michael Ende ab Oktober
2001 auf, neu ist "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupery
(Premiere am 10. November). "Murlis größter Wunsch" bietet ab
November weihnachtliches Umwelttheater für Kinder, und
"Schneewittchen und wer spielt die Zwerge" wird zu einem noch nicht
festgelegten Zeitpunkt aufgenommen. Kinder lernen mit "James Raffer
und Tante Riskante" den richtigen Umgang mit Geld, auch diese
Aufführungsserie wird noch terminisiert.

Höhepunkte außerhalb der unmittelbaren Theaterarbeit sind wiederum
der Nico Dostal-Wettbewerb zur Förderung von Nachwuchssängern (Finale
am 3. November) und die 6. Internationalen Schiller-Gespräche zum
Thema "Der Held ist aus der Zeit gekrochen - auf der Suche nach dem
Heldentum unserer Zeit" am 6. November 2001, 18. Und 19. März 2002.

Wolsdorff zieht die Konsequenz aus der geplanten Neustrukturierung
des St.Pöltner Stadttheaters, das ihm aus seiner Sicht die
künstlerische Arbeit erschwert hätte. Seine Bilanz, die er nach elf
Jahren Intendanz ziehen kann, ist voll von Erfolgen: Eine
86-prozentige Auslastung, steigende Abo-Zahlen und der stets mit viel
Engagement erfüllte Auftrag des Theaters zur Bildung und
Wertevermittlung an das Publikum und vor allem an die Jugend. Nicht
die Quoten standen für ihn im Vordergrund, sondern das Bemühen,
spannendes und fallweise auch kontroversielles Theater zu machen.
Gerade jetzt im Zeichen der EU-Erweiterung seien Kunst und Kultur
wichtiger denn je, die Völkerverständigung ohne sie unmöglich.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12174

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK/NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel