- 01.05.2001, 10:30:01
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LEINER WILL NEUORDNUNG DER FINANZIERUNG DES NIEDERGELASSENEN BEREICHES DISKUTIEREN=
Wien, 1. Mai 2001 (ÖVP-PK) Der Zugang zu Gesundheitsleistungen
muss für alle Österreicher, unabhängig vom Wohnort, gleich sein. Das
kann nur über eine angemessene Finanzierung des niedergelassenen
Bereichs erfolgen. Dies erklärte heute, Dienstag, der ÖVP-
Fraktionsführer im Gesundheitsausschuss Abg. Prim Dr. Günther Leiner.
Der Gesundheitspolitiker sprach sich für eine Diskussion über eine
Neuordnung der Finanzierung des extramuralen Bereiches, etwa im
Rahmen eines Fonds, aus. Dieser könnte aus Mitteln der
Sozialversicherungen, Krankenkassen und durch Gelder des
Finanzausgleiches bzw. aus Eigenmitteln gespeist werden. Die Mittel
des neu einzurichtenden Fonds könnten vor allem zur Errichtung einer
angemessenen Struktur (z.B. auf den Gebieten Rehabilitation, Ergo-
und Physiotherapie in Ausbildung und Ausübung) in der sogenannten
"Peripherie" verwendet werden, so Leiner.****
"Wir müssen alle Einsparungspotentiale im Gesundheitssystem
nutzen, bei den Dienstleistungen am Patienten aber weiter ausbauen",
so Leiner weiter. Die patientennahe flächendeckende Versorgung
verlange neue Strukturen, die von niedergelassenen Ärzten und anderen
im Gesundheitsbereich Tätigen getragen werden müssen. Dafür seien die
rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen zu
schaffen, wie sie von dieser Regierung bereits in Angriff genommen
wurden.
Die Spitäler seien die Träger der stationären Versorgung bei
schweren Krankheiten, bei Notfall- und Intensivmedizin, der
wissenschaftlichen Arbeit und der Ausbildung von Ärzten. Während vor
allem im stationären Bereich durch weniger und kürzere Aufnahmen
Einsparungspotentiale in Milliardenhöhe vorhanden seien, müsse
gleichzeitig vor allem in den weiteren Aus- und Aufbau der ambulanten
Versorgung investiert werden, um diese Potentiale auch ohne
Qualitätsverlust in der Versorgung nutzen zu können. "Wir dürfen und
müssen überall wo nötig einsparen, nur nicht an der Dienstleistung am
Patienten selbst", betonte Leiner.
"Die Gelder - richtig eingesetzt - sollen eine Verbesserung
unserer Versorgung bringen. Denn auch bei unserem heute gut
funktionierendem System haben wir eine Lücke vor allem im Bereich der
ländlichen Regionen, aber auch in einzelnen Fachbereichen. Im
Durchschnitt steht ein niedergelassener Arzt für 330 Einwohner in den
Stadtregionen, aber für rund 850 Einwohner in den ländlichen Gebieten
zur Verfügung. Über die so wichtigen Therapeuten und
Gesundheitsberufe wie Logopädinnen, Physiotherapeuten,
Ergotherapeuten etc. gibt es erst gar keine verfügbaren Zahlen, aber
um so längere Wartelisten", so der ÖVP-Abgeordnete abschließend.
(Schluss)
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