• 26.04.2001, 15:08:28
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  • OTS0209 OTW0151

Ehemaliges Jungarbeiterdorf in Gießhübl wird um- und ausgebaut

Grundsteinlegung für ersten Bauabschnitt durch LH Pröll

St.Pölten (NLK) - Der Startschuss zur Revitalisierung der
ehemaligen Jungarbeiterwohnhäuser und zum Bau von 34
familiengerechten Reihen- und Einfamilienhäusern in Gießhübl erfolgte
heute mit der Grundsteinlegung. "Mit dem Um- und Ausbau des
ehemaligen Jungarbeiterdorfes findet der Geist des Bruno Buchwieser
und der Jungarbeiterbewegung in Gießhübl, das auf Grund der Nähe zur
Bundeshauptstadt auch enormen Spannungsfeldern ausgesetzt ist, seine
Fortsetzung", ist Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überzeugt. Ziel des
Projektes sei es nun, im Einklang mit der Natur und Umwelt und mit
Hilfe der Wohnbauförderung des Landes für Menschen und deren heutigen
Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnraum zu schaffen. Die Fertigstellung
und der Bezug des ersten Bauabschnittes ist bis 2002 vorgesehen.
Insgesamt werden auf dem 14 Hektar großen Grundstück bis 2006 178
Wohneinheiten, Gemeindeeinrichtungen sowie 7 Hektar öffentliche
Parkanlagen, Grünflächen und Wald zur Verfügung stehen. Das
Gesamtprojekt umfasst auch die Errichtung einer Öko-Siedlung sowie
Einrichtungen wie eine öffentliche Bibliothek, einen Kindergarten,
einen Veranstaltungssaal sowie gastronomische Betriebe. Die
Gesamtrealisierung des Projektes obliegt der SEESTE BAU G.m.b.h:,
einem Tochterunternehmen der Südtiroler SEESTE BAU AG.

Das Grundstück mit seinen weitläufigen Grünanlagen und seinen
Blick auf ganz Wien, das bis heute für die Gießhübler Bewohner nur
eingeschränkt offen war, wird zukünftig öffentlich zugänglich sein.
Die Bevölkerung von Gießhübl wird nach Abschluss des Projektes von
derzeit 1.600 auf 2.000 Einwohner wachsen.

Das Grundstück wurde 1952 von Bruno Buchwieser, dem Gründer der
Jungarbeiterbewegung, erworben und zu einer Wohnstätte für junge
Handwerker gemacht, die aus verschiedensten Gemeinden Österreichs
kamen, um in Wien zu arbeiten. In den achtziger Jahren nutzte man das
Areal zunehmends zur Aufnahme von Flüchtlingen. 1995 hatte die
österreichische Jungarbeiterbewegung den Betrieb im Jungarbeiterdorf
aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12163

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