- 26.04.2001, 09:49:20
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Kubitschek: Kontaktpflege zwischen Politik und Wirtschaft von enormer Bedeutung
Wien (SK) "Das Projekt 'Netzwerk-Innovation' stellt eine neue
Qualität in der Parteiarbeit der SPÖ dar. Dabei geht es um eine
breite inhaltliche Diskussion, aber auch um eine kontroversielle
Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen innerhalb der
SPÖ", unterstrich SPÖ-Wirtschaftssprecherin Maria Kubitschek Mittwoch
Abend im Rahmen der Diskussionsveranstaltung "Netzwerk-Innovation -
Positionierungen im Bereich Wirtschaft", des Vereins für
Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften unter der Moderation der
Vorsitzenden Claudia Schmied. Derzeit finde eine breite inhaltliche
Positionierung in den insgesamt vier Themenbereichen des Projektes
statt. Für den Themenbereich "Arbeit und leistungsfähige Wirtschaft"
sei eine "intensive Kontaktpflege und eine Streuung der
Informationen" mit ExpertInnen aus dem Wirtschaftsbereich von enormer
Bedeutung, erklärte Kubitschek. ****
Eine Arbeitsgruppe zum Thema Wirtschaft beschäftige sich mit der
Kernfrage "Welche Rolle soll der Staat im Bereich der Wirtschaft
wahrnehmen?". Kubitschek stellte fest, dass die SPÖ sich über diese
Frage nicht mehr hinwegsetzen könne und eine vollkommen klare
Position ausarbeiten müsse.
Weiters sei der Bereich zukunftsfähiges Bildungssystem bewusst im
Kreis der Wirtschaft angesiedelt, "da Bildung auf die
Arbeitsmarktpolitik ausgerichtet ist", sagte Kubitschek. Die
Gesellschaft selbst spiele vor allem in der heutigen Dienstleistungs-
und Informationsgesellschaft eine zentrale Rolle. "Für die
wirtschaftliche Entwicklung jedes Einzelnen und auch der
Gesamtwirtschaft ist Bildung zu einem Standardfaktor geworden",
unterstrich die SPÖ-Wirtschaftssprecherin. Die SPÖ arbeite hier an
einem Projekt eines "Bildungskontos", welches allen Menschen
denselben Anspruch eines noch genau zu definierenden Bildungsbudgets
ermöglichen soll. "Ein Modell des lebenslangen bzw.
lebensbegleitenden Lernens soll ausgearbeitet werden", so Kubitschek.
Im Bereich der New Economy werde im Zuge des Projektes
Netzwerk-Innovation über die "Flexibilisierung von
Arbeitsverhältnissen" bzw. über neue "atypische
Beschäftigungsverhältnisse" diskutiert. Auch die "digitale Kluft",
das bedeutet, die Kluft, die durch den Zugang zu den Neuen Medien
noch vergrößert wird, sei ein wichtiger Diskussionspunkt.
"Das große Manko der Innovationspolitik wird vor allem in der
Arbeitsgruppe "Innovationsförderung" erörtert. Die SPÖ muss sich
beispielsweise zum Thema "Biotechnologie" äußern", merkte Kubitschek
an.
Der letzte Arbeitsbereich beschäftige sich mit der Freizeit- und
Tourismuspolitik. Da zwischen dem Arbeits- und Freizeitbereich keine
klare Trennung mehr möglich sei, müsse die SPÖ auch hier zu einem
"breiteren Verständnis" finden, erklärte Kubitschek abschließend.
(Schluss) at
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
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