- 26.04.2001, 09:27:44
- /
- OTS0031 OTW0022
VHS-Hietzing: Erste Ergebnisse der Historikerkommission=
Wien, (OTS) Am Samstag präsentieren um 14 Uhr in der
Volkshochschule Hietzing (13, Hofwiesengasse 48) zwei Historikerinnen
Teilergebnisse der Österreichischen Historikerkommission. Eva
Blimlinger, die Forschungskoordinatorin der Historikerkommission der
Republik Österreich, bietet einige Einblicke in die
Forschungsvorhaben.
Die Historikerkommission hat den Auftrag, den gesamten Komplex
"Vermögensentzug auf dem Gebiet der Republik Österreich während der
NS-Zeit sowie Rückstellungen bzw. Entschädigungen (sowie
wirtschaftliche und soziale Leistungen) der Republik Österreich ab
1945" zu erforschen und darüber zu berichten. Derzeit arbeiten über
100 Wissenschafterinnen und Wissenschafter im In- und Ausland im
Auftrag der Historikerkommission. Die ersten Zwischenberichte zu
Zwangsarbeit und der "Arisierung" von Wohnungen in Wien sind bereits
veröffentlicht. Bis 2002 wird der Endbericht der Historikerkommission
vorliegen
"Arisierungen" von Wohnungen in Wien
Die Historikerin Susanne Kowarc, die am Zwischenbericht der
Historikerkommission "Arisierung" und Rückstellung von Wohnungen in
Wien mitgearbeitet hat, wird an ausgewählten Beispielen die Vorgänge
des Wohnungsraubes darstellen. Am 13. März 1938 lebten in Wien ca.
190.300 Jüdinnen und Juden (nach Nürnberger Rassegesetz) in rund
63.000 Wohnungen. 60.000 dieser Wohnungen waren Mietwohnungen, zu
denen auch rund 2.000 Gemeindewohnungen zählten. 3..000 waren
"Hausherrenwohnungen" in Miethäusern oder Wohnungen in Eigenheimen.
Bereits in den ersten Tagen nach dem "Anschluss" wurden jüdische
Mieter und Mieterinnen aus ihren Wohnungen vertrieben, ihr Hausrat
von den "Ariseuren" geraubt. Die "wilden Arisierungen" von Wohnungen
begannen als spontane Aktionen. Alle Berichte Betroffener erzählen
von den Plünderungen und dem gewaltsamen Eindringen zum Großteil
bewaffneter NS-Parteigenossen, aber auch benachbarter Hausparteien.
Der gesetzliche Mieterschutz war zu diesem Zeitpunkt für jüdische
Mieter und Mieterinnen aber nach wie vor gültig.
Informationen unter Tel.: 804 55 24. (Schluss) vhs
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Verband Wiener Volksbildung
Michaela Pedarnig
Tel.: 89 174/19
e-mail: [email protected]
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK/NRK






