Faymann: Jeder zehnte Sanierungsschilling für Ottakring

Gebietsbetreuung hat sich als Nahversorger vor Ort bewährt

Wien, (OTS) "In Ottakring wurde im Jahr 1974 im Zuge einer Wohnhaussanierung der erste Pilotversuch der Wiener Gebietsbetreuung gestartet. Es wurde dazu eingerichtet, die Bevölkerung bei großen Sanierungsprojekten darüber zu informieren, was in ihrem "Grätzel" geplant ist. Damit begann die Erfolgsgeschichte der Gebietsbetreuungen. Mittlerweile wird ein Viertel der Bevölkerung Wiens - 400.000 Einwohner - von den 12 ortsgebundenen und der mobilen Gebietsbetreuung im dichtbebauten Stadtgebiet versorgt. Seit 1. Februar dieses Jahres sind die Gebietsbetreuungen auch im Gemeindebaubereich tätig und decken damit ein weiteres Betreuungsfeld von etwa 500.000 Menschen ab. Deshalb wurde das heurige Budget für die Gebietsbetreuungen auch um 50 Prozent aufgestockt", stellte Wohnbaustadtrat Werner Faymann Donnerstag Abend bei der Eröffnung der neugestalteten Gebietsbetreuung Ottakring fest.

Gerade in Ottakring besteht traditionell eine große Nachfrage nach den Diensten der Gebietsbetreuungen. In den letzten fünf Jahren wurden 145 Althäuser saniert. Im Jahr 2000 kamen weitere 40 Althäuser mit rund 500 Wohnungen dazu. 2001 werden sogar 63 Althäuser mit Förderungsmittel von rund einer halben Milliarde Schilling saniert. Das heißt: Zehn Prozent der gesamten Sanierungsförderung der Stadt Wien, also mehr als 300 Millionen Schilling, wird heuer im 16. Bezirk investiert. Dadurch wird die Lebensqualität der Ottakringerinnen und Ottakringer erhöht, aber auch das Stadtbild im Bezirk wird dadurch deutlich verschönert", stellte Wohnbaustadtrat Werner Faymann fest.****

Die Gebietsbetreuung - der Nahversorger vor Ort

Die Tätigkeit der Gebietsbetreuungen geht aber weit über den Sanierungsbereich hinaus. Seit 25 Jahren sorgen die mittlerweile mehr als 80 Gebietsbetreuer für Unterstützung, Tipps und Informationen -von der Innenhofbegrünung über Hilfe für Wohnhausspekulationsopfer bis zur Spielplatzgestaltung. Die Architekten, Sozialarbeiter, Bautechniker, Juristen, Sozialarbeiter und Raum- und Landschaftsplaner haben mit der Zeit auch Hilfestellungen und Beratung bei Fragen des Mietrechts, der Parkraumgestaltung und bei Nachbarschaftskonflikten übernommen. Deshalb werden die Gebietsbetreuungen auch seitens der Stadt Wien als Informationsstellen und Ideenliferanten besonders geschätzt. Viele Vorschläge werden in der Planung von Sanierungs-, und Erneuerungsprojekten umgesetzt. Die Rolle als "Sensoren" und "Indikatoren" im direkten Kontakt vor Ort machen die 13 Gebietsbetreuungen zu wichtigen Partnern. Dieser Informationsfluss funktioniert übrigens in beide Richtungen: Die Bewohner erfahren, was tatsächlich geplant ist und die Stadt Wien erfährt, was die Betroffenen tatsächlich wünschen.

Gebietsbetreuung jetzt auch im Gemeindebau

Aufgrund des großen bisherigen Erfolgs wurde der Aufgabenbereich der Gebietsbetreuung ausgeweitet. Nun können auch MieterInnen von Gemeindewohnungen die bewährten Dienste der Gebietsbetreuungen in Anspruch nehmen. Aktiv werden die Gebietsbetreuungen in den Gemeindebauten in zwei Richtungen: Einerseits, in dem auf die unzähligen Hilfsmöglichkeiten der Stadt zurückgegriffen wird und etwa soziale Betreuungen angesprochen werden, andererseits aber auch dadurch, dass klare Grenzen aufgezeigt werden, die für ein ordentliches Zusammenleben nicht überschritten werden dürfen. Die GemeindemieterInnen können sich mit allen Wünschen, Ideen aber auch Beschwerden und Anregungen, für die nicht unmittelbar Wiener Wohnen als Hausverwaltung zuständig ist, an die "Gebietsbetreuungen neu" wenden.". (Schluss) gmp

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