- 20.04.2001, 11:10:52
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Faymann: Jeder zehnte Sanierungsschilling für Ottakring=
Gebietsbetreuung hat sich als Nahversorger vor Ort bewährt
Wien, (OTS) "In Ottakring wurde im Jahr 1974 im Zuge einer
Wohnhaussanierung der erste Pilotversuch der Wiener Gebietsbetreuung
gestartet. Es wurde dazu eingerichtet, die Bevölkerung bei großen
Sanierungsprojekten darüber zu informieren, was in ihrem "Grätzel"
geplant ist. Damit begann die Erfolgsgeschichte der
Gebietsbetreuungen. Mittlerweile wird ein Viertel der Bevölkerung
Wiens - 400.000 Einwohner - von den 12 ortsgebundenen und der mobilen
Gebietsbetreuung im dichtbebauten Stadtgebiet versorgt. Seit 1.
Februar dieses Jahres sind die Gebietsbetreuungen auch im
Gemeindebaubereich tätig und decken damit ein weiteres Betreuungsfeld
von etwa 500.000 Menschen ab. Deshalb wurde das heurige Budget für
die Gebietsbetreuungen auch um 50 Prozent aufgestockt", stellte
Wohnbaustadtrat Werner Faymann Donnerstag Abend bei der Eröffnung der
neugestalteten Gebietsbetreuung Ottakring fest.
Gerade in Ottakring besteht traditionell eine große Nachfrage
nach den Diensten der Gebietsbetreuungen. In den letzten fünf Jahren
wurden 145 Althäuser saniert. Im Jahr 2000 kamen weitere 40 Althäuser
mit rund 500 Wohnungen dazu. 2001 werden sogar 63 Althäuser mit
Förderungsmittel von rund einer halben Milliarde Schilling saniert.
Das heißt: Zehn Prozent der gesamten Sanierungsförderung der Stadt
Wien, also mehr als 300 Millionen Schilling, wird heuer im 16. Bezirk
investiert. Dadurch wird die Lebensqualität der Ottakringerinnen und
Ottakringer erhöht, aber auch das Stadtbild im Bezirk wird dadurch
deutlich verschönert", stellte Wohnbaustadtrat Werner Faymann
fest.****
Die Gebietsbetreuung - der Nahversorger vor Ort
Die Tätigkeit der Gebietsbetreuungen geht aber weit über den
Sanierungsbereich hinaus. Seit 25 Jahren sorgen die mittlerweile mehr
als 80 Gebietsbetreuer für Unterstützung, Tipps und Informationen -
von der Innenhofbegrünung über Hilfe für Wohnhausspekulationsopfer
bis zur Spielplatzgestaltung. Die Architekten, Sozialarbeiter,
Bautechniker, Juristen, Sozialarbeiter und Raum- und
Landschaftsplaner haben mit der Zeit auch Hilfestellungen und
Beratung bei Fragen des Mietrechts, der Parkraumgestaltung und bei
Nachbarschaftskonflikten übernommen. Deshalb werden die
Gebietsbetreuungen auch seitens der Stadt Wien als
Informationsstellen und Ideenliferanten besonders geschätzt. Viele
Vorschläge werden in der Planung von Sanierungs-, und
Erneuerungsprojekten umgesetzt. Die Rolle als "Sensoren" und
"Indikatoren" im direkten Kontakt vor Ort machen die 13
Gebietsbetreuungen zu wichtigen Partnern. Dieser Informationsfluss
funktioniert übrigens in beide Richtungen: Die Bewohner erfahren, was
tatsächlich geplant ist und die Stadt Wien erfährt, was die
Betroffenen tatsächlich wünschen.
Gebietsbetreuung jetzt auch im Gemeindebau
Aufgrund des großen bisherigen Erfolgs wurde der Aufgabenbereich
der Gebietsbetreuung ausgeweitet. Nun können auch MieterInnen von
Gemeindewohnungen die bewährten Dienste der Gebietsbetreuungen in
Anspruch nehmen. Aktiv werden die Gebietsbetreuungen in den
Gemeindebauten in zwei Richtungen: Einerseits, in dem auf die
unzähligen Hilfsmöglichkeiten der Stadt zurückgegriffen wird und etwa
soziale Betreuungen angesprochen werden, andererseits aber auch
dadurch, dass klare Grenzen aufgezeigt werden, die für ein
ordentliches Zusammenleben nicht überschritten werden dürfen. Die
GemeindemieterInnen können sich mit allen Wünschen, Ideen aber auch
Beschwerden und Anregungen, für die nicht unmittelbar Wiener Wohnen
als Hausverwaltung zuständig ist, an die "Gebietsbetreuungen neu"
wenden.". (Schluss) gmp
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Gerd Millmann-Pichler
Tel.: 4000/81 869
e-mail: [email protected]
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