• 19.04.2001, 09:34:44
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Erfolgreiche Remobilisation in der Geriatrie=

Studie im Otto Wagner Spital zeigt, dass der Erfolg der geriatrischen Remobilisation auch für längere Zeit anhält

Wien, (OTS) "Als sehr erfreulich und ermutigend, den Weg der
Remobilisierung alter Menschen konsequent fortzusetzen" bezeichnet
Prim. Dr. H. Feist die Ergebnisse einer aktuellen Studie über die
Langzeitergebnisse der geriatrischen Remobilisation im Otto Wagner
Spital. Die von Frau Dr. Osso und Herrn Prim. Feist durchgeführte
Studie belegt, dass mehr als 80 Prozent der auf der
"Kurzzeitpflegestation" aufgenommenen Patienten nach einer intensiven
Betreuung wieder nach Hause entlassen werden konnten. Ein sehr hoher
Prozentsatz dieser Patienten war auch noch nach mehreren Jahren in
der Lage, in der häuslichen Umgebung zu leben. Die Studie wurde im
März 2001 am Geriatrie-Kongress in Bad Hofgastein der
Fachöffentlichkeit vorgestellt.****

Die Kurzzeitpflegestation des Otto Wagner Spitals wurde 1996
eröffnet um geriatrische Patienten nach Frakturen, neurologischen und
internen Erkrankungen zu rehabilitieren. Das Ziel der Remobilisation
ist es, die körperlichen und geistigen Funktionen der PatientInnen
soweit wieder herzustellen, dass sie wieder in ihrer gewohnten,
häuslichen Umgebung zurechtkommen. Die Betreuung erfolgt durch ein
multiprofessionelles Team, bestehend aus Ärzten, Pflegepersonen,
Physio- und Ergotherapeuten sowie Sozialarbeitern.

Mehr als 80 % Entlassungen

Die Ergebnisse der geriatrischen Remobilisation sind
bemerkenswert: mehr als 80 % der aufgenommenen, betagten Personen
können wieder nach Hause entlassen werden. "Die Entlassung in die
gewohnte Umgebung ist für die alten Menschen sehr wichtig und gibt
ihnen neuen Lebensmut", so Prim. Feist. Im Jahr 1998 betrug die
Entlassungsquote 85 Prozent (von insgesamt 155 PatientInnen konnten
132 nach Hause entlassen werden), im Jahr 1999 lag die Quote bei 84
Prozent (127 von 151 Patienten konnten nach Hause zurück).

In einer aktuellen Studie wurde das weitere Schicksal der
PatientInnen nach deren Entlassung verfolgt. Die Erhebungen zeigen,
dass der Großteil der PatientInnen der Kurzzeitpflegestation der
Geriatrischen Abteilung, ein halbes Jahr bzw. ein Jahr nach ihrer
Entlassung noch zu Hause leben. Im Jahr 1998 lebten 86 Prozent ein
halbes Jahr nach ihrer Entlassung und 74 Prozent ein Jahr nach ihrer
Entlassung zu Hause. Im Jahr 1999 waren nach 6 Monate 78 Prozent und
nach einem Jahr 68 Prozent in der häuslichen Umgebung. Die anderen
PatientInnen waren entweder verstorben oder mussten in einem
Pflegeheim aufgenommen werden.

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Konzept der
geriatrischen Remobilisation hervorragend funktioniert", freut sich
Prim. Feist. "Es ist für uns ein schöner Erfolg, dass 80 Prozent der
PatientInnen auf der Kurzzeitpflegestation nach einem Ereignis> wieder entlassen werden können. Noch erfreulicher ist es,
dass die geriatrische Mobilisation starke Nachhaltigkeit zeigt und
der Erfolg für längere Zeit anhält", so Feist. In einer weiteren
Studie ist nun geplant, die Nachforschungen nach der Entlassung auf
2-3 Jahre auszudehnen. (Schluss) rog/bw

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Andrea Rogy
Tel.: 53 114-81 231
e-mail: [email protected]
Wiener Krankenanstaltenverbund - Generaldirektion
Stabsstelle Public Relations
Mag. Christian Benedik
Tel.: 53114/66031DW
e-mail: [email protected]

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