- 18.04.2001, 13:18:21
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Rechtzeitige Betriebsübergabe sichert Arbeitsplätze=
Revidierte Prognose des Institutes für Gewerbe- und
Handelsforschung - 56.500 Betriebe mit 400.000 Arbeitsplätzen
suchen in den kommenden zehn Jahren einen Nachfolger - CD-ROM
und Beratungspaket der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien zu
Übergabe und Erwerb von Betrieben=
Wien (OTS) - "Die Österreicher sind Spitze, wenn es um den Aufbau
und die Führung von Unternehmen geht. Bei der Realisierung des
Firmenwertes und der rechtzeitigen Übergabe an einen Nachfolger
versagen sie jedoch oft. Wertvolle Betriebssubstanz und Arbeitsplätze
gehen verloren, weil die Unternehmensnachfolge nicht rechtzeitig
geregelt wird." Dies stellte der neue Leiter des
Kommerzkundengeschäftes der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Mag. Peter
Engert, in einem Pressegespräch der Bank anläßlich der Vorstellung
der interaktiven, von der Raiffeisenlandesbank gemeinsam mit den
Firmen Ernst & Young und Pilot entwickelten, CD-ROM sowie des
Beratungs-Paketes "Unternehmensnachfolge - Kauf, Verkauf und
Schenkung von Unternehmen" fest.
45 Prozent aller Übergabe-Betriebe befinden sich in Wien und
Niederösterreich
Eine im Auftrag der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien aktualisierte
Studie 1) des Österreichischen Institutes für Gewerbe- und
Handelsforschung schätzt die Zahl der in diesem Jahrzehnt zur
Übergabe anstehenden Unternehmen auf 56.500 mit 400.000
Arbeitsplätzen. Das heißt, daß 30 Prozent aller österreichischen
Betriebe (Handel, Gewerbe, Industrie) und 20 Prozent aller
Arbeitsplätze von einer Unternehmensübergabe betroffen sein werden.
45 Prozent dieser Betriebe befinden sich im Raum Wien und
Niederösterreich.
Nur jeder vierte Unternehmer übergibt freiwillig
Wie Mag. Christian F. Lettmayr, M. Ed., Direktor des Institutes
für Gewerbe- und Handelsforschung, bei der Pressekonferenz betonte,
erfolgen 45 Prozent der Unternehmensübergaben altersbedingt, 31
Prozent anlaßbedingt (z.B. nach Unglücksfällen) und 24 Prozent in
Form von freiwilligen vorzeitigen Übergaben.
Arbeitsplätze von morgen heute sichern
Wie professionell die Übergabe von Betrieben erfolgt, ist für
Wirtschaftspolitik wie Unternehmer gleichermaßen wichtig: Wird die
Übergabe nicht rechtzeitig geplant, gehen oft Umsätze, Ertrag und
Unternehmenswert zurück. Das Bemühen, einen Betrieb am Ende eines
Unternehmerlebens ohne Vorbereitung doch noch zu veräußern, scheitert
dann vielfach, die Arbeitsplätze gehen verloren. Auch aus Sicht jener
Institutionen, die sich in Österreich um die Schaffung von
Arbeitsplätzen bemühen und dies zum Teil auch fördern, sind
Unternehmensübergaben wichtig.
Engert: "Die EU schaut Bundes- und Landesregierungen ganz genau
auf die Finger, wenn es um Förderungen zur Schaffung neuer
Arbeitsplätze geht. Die Erhaltung bestehender Arbeitsplätze in
existierenden Betrieben wird daher auch für die Wirtschaftspolitik -
auch aus Sicht fördernder Institutionen - zunehmend wichtiger
werden."
Man muß auch verkaufen können
Für eine geregelte Betriebsübergabe gibt es allerdings in der
Praxis eine Reihe von Hindernissen. Engert: "Die Erfahrungen belegen,
daß eine zu starke emotionale Bindung des Unternehmers an sein
Lebenswerk sowie mangelnde organisatorische und finanzielle
Strukturen die wichtigsten Hindernisse sind, um für dieses Lebenswerk
bare Münze erlösen zu können." Dazu kommen in manchen Branchen eine
negative Eigenkapitalquote, hohe Abfertigungserfordernisse sowie für
Übergaben ungeeignete Rechtsformen. Eine rechtzeitige Planung nimmt
Emotionen und ist Basis für die Übergabe an einen Nachfolger bzw. den
Verkauf des Unternehmens.
Finanzierung als Kardinalproblem
Erschwerend wirkt auch, daß das Finanzamt bei
Unternehmensübergaben über Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie
über Gebühren seinen Tribut vom Übernehmer eines Betriebes fordert,
bevor dieser auch nur einen Schilling damit verdient hat. So müssen
zum Beispiel bestehende Kredite eines Unternehmens bei einer
Übernahme neu vergebührt werden. Die Finanzierung dieser Abgaben wird
damit zum Kardinalproblem bei der Erhaltung von vielen Betrieben und
Arbeitsplätzen.
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien bietet Gratisberatung via CD-ROM und
durch Experten
Unternehmen sowie an der Übernahme eines Unternehmens
Interessierten steht die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien mit Rat und Tat
bei der Planung von Unternehmensübergaben zur Verfügung: Die in allen
niederösterreichischen und Wiener Raiffeisenbanken gratis erhältliche
CD-ROM behandelt alle psychologischen, betriebswirtschaftlichen,
rechtlichen, Finanzierungs-, Steuer- und sonstigen Aspekte der
Unternehmensübergabe bzw. -übernahme. Der potentielle Übergeber oder
Übernehmer eines Betriebes entwickelt damit sein eigenes Konzept,
über Internet bzw. persönlich stehen ihm Raiffeisen-Experten gratis
beratend für Bilanzgespräch, Bilanzcheck, Erfolgsplanung, Fragen der
Liquidität und des Controllings zur Seite.
Alle Dienstleistungen auf einen Blick
Die CD-ROM enthält alle für die Unternehmensnachfolge relevanten
Informationen der Raiffeisenbanken in Niederösterreich und Wien auf
den Gebieten Konten, Auslandsgeschäft, Leasing, Veranlagung,
Wertpapiere, Zahlungsverkehr und Versicherungen.
Die CD-ROM informiert auch über Steuerberatungsleistungen, wie
Unternehmer-service, Wirtschaftsprüfung, Corporate Finance und
Rechtsberatung.
Die CD-ROM enthält außerdem alle Internet-Links zu
Förderungseinrichtungen und sonstigen relevanten Institutionen. Hier
findet man auch Checklisten für Umweltrisiken,
Betriebsanlagengenehmigung und Finanzamt sowie Informationen über
Gesellschaftsformen, Gewerbe- und Arbeitsrecht, Miet-, Steuer- und
Erbrecht, Haftungs- und Sozialversicherungsfragen.
Ein wichtiges Kapitel bildet die Psychologie der
Unternehmensübergabe. Ein Fragebogen bietet die Möglichkeit, sich mit
den zwischenmenschlichen Aspekten (Kommunikationskultur,
Konfliktfähigkeit usw.) einer Unternehmensübergabe
auseinanderzusetzen.
Den Unternehmenswert selbst berechnen
Auch bei der Berechnung eines realistischen Kaufpreises gehen die
CD-ROM sowie die Raiffeisen-Berater potentiellen
Unternehmensübergebern und -übernehmern zur Hand: Im Kapital
Finanzierung erfährt der Interessent alles über Kredit- und
Beteiligungsfinanzierung, Tilgungspläne und die Kosten der
Vergebührung sowie darüber, wo und in welchem Umfang er Förderungen
beantragen kann.
1) Die ursprüngliche Studie bezog sich auf den Zeitraum 1998 bis
2007 und errechnete eine Zahl von 51.000 zur Übergabe anstehende
Unternehmen mit 360.000 Arbeitsplätzen für diesen Zeitraum.
Rückfragehinweis: Mag. Regina Grögl / Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Tel. (01) 211 36-2117, Fax (01) 211 36-2736
e-mail: [email protected]
Mag. Gerold Seidl / Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Tel. (01) 211 36-2116, Fax (01) 211 36-2736
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