Rechtzeitige Betriebsübergabe sichert Arbeitsplätze

Revidierte Prognose des Institutes für Gewerbe- und

Wien (OTS) - Handelsforschung - 56.500 Betriebe mit 400.000 Arbeitsplätzen suchen in den kommenden zehn Jahren einen Nachfolger - CD-ROM und Beratungspaket der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien zu Übergabe und Erwerb von Betrieben=

"Die Österreicher sind Spitze, wenn es um den Aufbau
und die Führung von Unternehmen geht. Bei der Realisierung des Firmenwertes und der rechtzeitigen Übergabe an einen Nachfolger versagen sie jedoch oft. Wertvolle Betriebssubstanz und Arbeitsplätze gehen verloren, weil die Unternehmensnachfolge nicht rechtzeitig geregelt wird." Dies stellte der neue Leiter des Kommerzkundengeschäftes der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Mag. Peter Engert, in einem Pressegespräch der Bank anläßlich der Vorstellung der interaktiven, von der Raiffeisenlandesbank gemeinsam mit den Firmen Ernst & Young und Pilot entwickelten, CD-ROM sowie des Beratungs-Paketes "Unternehmensnachfolge - Kauf, Verkauf und Schenkung von Unternehmen" fest.

45 Prozent aller Übergabe-Betriebe befinden sich in Wien und Niederösterreich

Eine im Auftrag der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien aktualisierte Studie 1) des Österreichischen Institutes für Gewerbe- und Handelsforschung schätzt die Zahl der in diesem Jahrzehnt zur Übergabe anstehenden Unternehmen auf 56.500 mit 400.000 Arbeitsplätzen. Das heißt, daß 30 Prozent aller österreichischen Betriebe (Handel, Gewerbe, Industrie) und 20 Prozent aller Arbeitsplätze von einer Unternehmensübergabe betroffen sein werden.

45 Prozent dieser Betriebe befinden sich im Raum Wien und Niederösterreich.

Nur jeder vierte Unternehmer übergibt freiwillig

Wie Mag. Christian F. Lettmayr, M. Ed., Direktor des Institutes für Gewerbe- und Handelsforschung, bei der Pressekonferenz betonte, erfolgen 45 Prozent der Unternehmensübergaben altersbedingt, 31 Prozent anlaßbedingt (z.B. nach Unglücksfällen) und 24 Prozent in Form von freiwilligen vorzeitigen Übergaben.

Arbeitsplätze von morgen heute sichern

Wie professionell die Übergabe von Betrieben erfolgt, ist für Wirtschaftspolitik wie Unternehmer gleichermaßen wichtig: Wird die Übergabe nicht rechtzeitig geplant, gehen oft Umsätze, Ertrag und Unternehmenswert zurück. Das Bemühen, einen Betrieb am Ende eines Unternehmerlebens ohne Vorbereitung doch noch zu veräußern, scheitert dann vielfach, die Arbeitsplätze gehen verloren. Auch aus Sicht jener Institutionen, die sich in Österreich um die Schaffung von Arbeitsplätzen bemühen und dies zum Teil auch fördern, sind Unternehmensübergaben wichtig.

Engert: "Die EU schaut Bundes- und Landesregierungen ganz genau auf die Finger, wenn es um Förderungen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze geht. Die Erhaltung bestehender Arbeitsplätze in existierenden Betrieben wird daher auch für die Wirtschaftspolitik -auch aus Sicht fördernder Institutionen - zunehmend wichtiger werden."

Man muß auch verkaufen können

Für eine geregelte Betriebsübergabe gibt es allerdings in der Praxis eine Reihe von Hindernissen. Engert: "Die Erfahrungen belegen, daß eine zu starke emotionale Bindung des Unternehmers an sein Lebenswerk sowie mangelnde organisatorische und finanzielle Strukturen die wichtigsten Hindernisse sind, um für dieses Lebenswerk bare Münze erlösen zu können." Dazu kommen in manchen Branchen eine negative Eigenkapitalquote, hohe Abfertigungserfordernisse sowie für Übergaben ungeeignete Rechtsformen. Eine rechtzeitige Planung nimmt Emotionen und ist Basis für die Übergabe an einen Nachfolger bzw. den Verkauf des Unternehmens.

Finanzierung als Kardinalproblem

Erschwerend wirkt auch, daß das Finanzamt bei Unternehmensübergaben über Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie über Gebühren seinen Tribut vom Übernehmer eines Betriebes fordert, bevor dieser auch nur einen Schilling damit verdient hat. So müssen zum Beispiel bestehende Kredite eines Unternehmens bei einer Übernahme neu vergebührt werden. Die Finanzierung dieser Abgaben wird damit zum Kardinalproblem bei der Erhaltung von vielen Betrieben und Arbeitsplätzen.

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien bietet Gratisberatung via CD-ROM und durch Experten

Unternehmen sowie an der Übernahme eines Unternehmens Interessierten steht die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien mit Rat und Tat bei der Planung von Unternehmensübergaben zur Verfügung: Die in allen niederösterreichischen und Wiener Raiffeisenbanken gratis erhältliche CD-ROM behandelt alle psychologischen, betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, Finanzierungs-, Steuer- und sonstigen Aspekte der Unternehmensübergabe bzw. -übernahme. Der potentielle Übergeber oder Übernehmer eines Betriebes entwickelt damit sein eigenes Konzept, über Internet bzw. persönlich stehen ihm Raiffeisen-Experten gratis beratend für Bilanzgespräch, Bilanzcheck, Erfolgsplanung, Fragen der Liquidität und des Controllings zur Seite.

Alle Dienstleistungen auf einen Blick

Die CD-ROM enthält alle für die Unternehmensnachfolge relevanten Informationen der Raiffeisenbanken in Niederösterreich und Wien auf den Gebieten Konten, Auslandsgeschäft, Leasing, Veranlagung, Wertpapiere, Zahlungsverkehr und Versicherungen.

Die CD-ROM informiert auch über Steuerberatungsleistungen, wie Unternehmer-service, Wirtschaftsprüfung, Corporate Finance und Rechtsberatung.

Die CD-ROM enthält außerdem alle Internet-Links zu Förderungseinrichtungen und sonstigen relevanten Institutionen. Hier findet man auch Checklisten für Umweltrisiken, Betriebsanlagengenehmigung und Finanzamt sowie Informationen über Gesellschaftsformen, Gewerbe- und Arbeitsrecht, Miet-, Steuer- und Erbrecht, Haftungs- und Sozialversicherungsfragen.

Ein wichtiges Kapitel bildet die Psychologie der Unternehmensübergabe. Ein Fragebogen bietet die Möglichkeit, sich mit den zwischenmenschlichen Aspekten (Kommunikationskultur, Konfliktfähigkeit usw.) einer Unternehmensübergabe auseinanderzusetzen.

Den Unternehmenswert selbst berechnen

Auch bei der Berechnung eines realistischen Kaufpreises gehen die CD-ROM sowie die Raiffeisen-Berater potentiellen Unternehmensübergebern und -übernehmern zur Hand: Im Kapital Finanzierung erfährt der Interessent alles über Kredit- und Beteiligungsfinanzierung, Tilgungspläne und die Kosten der Vergebührung sowie darüber, wo und in welchem Umfang er Förderungen beantragen kann.

1) Die ursprüngliche Studie bezog sich auf den Zeitraum 1998 bis 2007 und errechnete eine Zahl von 51.000 zur Übergabe anstehende Unternehmen mit 360.000 Arbeitsplätzen für diesen Zeitraum.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Gerold Seidl / Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Tel. (01) 211 36-2116, Fax (01) 211 36-2736
e-mail: gerold.seidl@rlb-noe.raiffeisen.at

Mag. Regina Grögl / Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Tel. (01) 211 36-2117, Fax (01) 211 36-2736
e-mail: regina.groegl@rlb-noe.raiffeisen.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS