• 18.04.2001, 11:36:40
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  • OTS0112 OTW0087

Nach 12 Jahren Neustart des Donaufestivals

Pröll und Prokop: Bekenntnis zu Moderne und Internationalität

St.Pölten (NLK) - "Der bisherige Weg des NÖ Donaufestivals war
äußerst erfolgreich; Niederösterreich hat damit sein eigenes
kulturelles Profil gegenüber der Bundeshauptstadt Wien entwickelt und
Eigenständigkeit bewiesen. Mit der neuen Positionierung des 13.
Donaufestivals unter der Leitung des künstlerischen Duos Stefan
Bruckmeier/Eva Hosemann geht das Festival nun neue Wege: Es ist ein
‚historischer Fingerabdruck‘ der Jetztzeit", fasste Landeshauptmann
Dr. Erwin Pröll heute Vormittag die neue Zielrichtung bei der
Programmpressekonferenz des NÖ Donaufestivals zusammen. "Steuergelder
für Kultur auszugeben ist notwendig, denn die Kultur bringt eine
geistige und ästhetische Entwicklung mit sich, die jede Gesellschaft
braucht. Jeder kulturpolitische Schilling verzinst sich auf diese
Weise. Die Kultur gilt als ‚Sauerteig‘ einer Gesellschaft, als
Mittel, die geistige Beweglichkeit zu vergrößern", so Pröll.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop hob die
internationale Komponente des Donaufestivals hervor. Sie berichtete,
dass ihr Vorstoß in ihrer Funktion als Präsidentin der Versammlung
der Regionen Europas, im Rahmen der EU die Kulturweichen verstärkt in
Richtung Moderne zu stellen, auf begeisterte Zustimmung gestoßen sei.
Dabei sei es aber wichtig, regionale Eigenart zu bewahren und
trotzdem internationalen Maßstäben gerecht zu werden. Die stärkere
Konzentration auf den Donauraum gebe dem Donaufestival jetzt ein
klareres Profil. Die Donau nicht als Grenzfluss, sondern als
verbindendes Element.

Das heurige Donaufestival läuft vom 8. Juni bis 1. Juli und ist
auf die Städte Krems, Korneuburg und Tulln konzentriert. Die neuen
künstlerischen Leiter Bruckmeier und Hosemann haben im letzten
Dreivierteljahr ein anspruchsvolles und modernes Programm entwickelt,
bei dem die großen Namen fehlen. Das Festival hat jetzt ein neues
Design, die meisten Künstler sind jung. "Dieses Festival ist ein
erster Entwurf; es ist gewiss noch lange nicht in der Nähe eines
möglichen Ziels. Wir hoffen aber, dass sich das Festival auf dem
richtigen Weg befindet", so die beiden künstlerischen Leiter.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12174

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