Ausbildung zur Zahntechnikerin

Ein Beruf auch für Frauen

Wien (OTS) - Die jüngste Statistik beweist: Immer mehr Mädchen wollen Zahntechnikerin werden. Innerhalb von 15 Jahren - von 1985 bis 2000 - stieg der Anteil weiblicher Lehrlinge in diesem traditionell von Burschen dominierten Handwerk von 28 Prozent auf fast die Hälfte. Die Gesamtzahl der zahntechnischen Berufsanwärter blieb mit rund 600 in diesem Zeitraum gleich.

"Für das Zahntechnik-Handwerk ist ein besonders ausgeprägtes künstlerisches Fein-gefühl unentbehrlich. Mädchen verfügen in der Regel über das nötige Geschick und die Liebe zum Detail, die in vielen Teilgebieten der Zahntechnik gefordert ist. Sie bewähren sich bei den kreativ und präzise durchzuführenden Arbeiten. Das motiviert und macht Freude", erklärt Alfred Kwasny, Sprecher der Bundesinnung der Zahntechniker, den Trend, dass sich immer mehr Mädchen für diese Ausbildung entscheiden. Dazu kommt, dass der zahntechnische Beruf als hochqualifiziertes Handwerk in der Öffentlichkeit bekannter geworden ist. 1984 gab es gerade rund 170 Berufsanwärterinnen, im Vorjahr waren es mit 300 beinahe doppelt so viele. In der Hitliste der beliebtesten 25 Lehrberufe rangiert die Ausbildung zur Zahntechnikerin bei Mädchen auf Platz 20. Überraschend ist, dass für die Burschen das Handwerk derzeit weniger attraktiv ist, obwohl Feinmechanik, Laserschweißen, Modellguss und Frästechnik Bereiche sind, die männlichen Interessen entsprechen.

Wien ist mit rund 180 Lehrlingen seit Jahren das Bundesland mit dem meisten Zahn-techniker-Nachwuchs, gefolgt von der Steiermark, die mit 100 Auszubildenden (1999: 79) im Vorjahr Oberösterreich überholte. Hier konnten 2000 86 Berufsanwärter verzeichnet werden -um zwei Lehrlinge weniger als im Jahr davor. Niederösterreich zählt 60 angehende Zahntechniker (1999: 65), Salzburg 54 (1999: 50), Tirol 51 (1999: 47), Kärnten 48 (1999: 39) und Vorarlberg 14 (1999: 10). Das Burgenland bringt es auf 12 Lehrlinge (1999: 13).

Enge Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt

Die Ausbildung zum Zahntechniker ist anspruchsvoll und erfordert die Bereitschaft der ständigen fachlichen Weiterentwicklung. Die Lehrlinge lernen die Verarbeitung von Metalllegierungen, Edelstahl, keramischen Werkstoffen und Kunststoffen. Der Nachwuchs muss sich aber auch einiges an medizinischem Wissen aneignen sowie Farben und Formen nachahmen können. Nach vier Jahren endet die Ausbildung mit der Lehrabschlussprüfung. Nach frühestens zweijähriger Praxis kann die Meisterprüfung abgelegt werden. Die duale österreichische Zahntechniker-Ausbildung ist führend in Europa.

Der Zahntechniker ist ein wichtiger Partner des Zahnarztes: Je anspruchsvoller und damit kostspieliger der Sanierungsbedarf eines Gebisses ist, desto mehr sind auch Fachwissen und Erfahrung des Zahntechnikers gefragt. Zahntechnische Produkte werden individuell für jeden Patienten in Präzisionsarbeit gefertigt. Nur wenn Rand-schluss und Passgenauigkeit auf den Hundertstelmillimeter genau stimmen, kann jahrzehntelange Funktionsfähigkeit gewährleistet werden. Die rund 600 österreichischen zahntechnische Labors, die zusammen einen Branchenumsatz von etwa zwei Milliarden Schilling erzielen, stellen mit ihren etwa 3.500 Mitarbeitern aber auch vor-beugende Gebissversorgungen wie Zahnspangen, Mundschutz und sogenannte "Knirscherschienen" für Menschen her, die in der Nacht die Zähne auf einander pres-sen. Die Zahntechniker leisten aber auch einen wichtigen kosmetischen Beitrag: Oft ermöglichen erst Keramikkronen, -brücken und -inlays strahlendes Lächeln.

Auskünfte und Informationen über den Lehrberuf Zahntechniker erteilen die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammer in allen Bundesländern.

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