• 06.04.2001, 09:27:31
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Erinnerungen an das "Negerdörfl" in Ottakring=

Sonderausstellung über Armensiedlung im Bezirksmuseum 16

Wien, (OTS) Das Bezirksmuseum Ottakring zeigt bis 30. September
die Sonderausstellung "Das Negerdörfl von Ottakring und seine
Umgebung". Mit der Schau erinnert das Bezirksmuseum an die im Jahre
1911 am Rande der Schmelz errichteten Notstandsbauten, in denen bis
ins Jahr 1952 arme und kinderreiche Familien lebten. Diese
Holzbaracken am Ende der Gablenzgasse wurden einst vom Volksmund als
"Negerdörfl" bezeichnet. In der Sonderausstellung werden die Armut
und die ungünstigen Wohnbedingungen eines Teils der Bevölkerung in
der damaligen Zeit dokumentiert. Heute befindet sich auf dem Areal
der früheren Armensiedlung eine große städtische Wohnhausanlage.

Die Sonderausstellung über das "Negerdörfl" kann im
Bezirksmuseum Ottakring in Wien 16., Richard-Wagner-Platz 19b
(Eingang: Hasnerstraße) bis Ende September bei freiem Eintritt
besichtigt werden. Das Bezirksmuseum ist jeden Sonntag von 10 bis 12
Uhr geöffnet, während der Schulferien bleiben die Schauräume
geschlossen.****

Bekannte Autorin wohnte vormals im "Negerdörfl"...

Auch eine namhafte Schriftstellerin zählte zu den Bewohnern des
"Negerdörfl". Die Autorin Alja Rachmanowa lebte im Jahr 1925 in den
Notstandsbauten nächst der Schmelz. Sie dürfte ihre Einkäufe in einer
kleinen "Greißlerei" in der Gablenzgasse 116 erledigt haben. Später
eröffnete die Literatin eine Gemischtwarenhandlung in Währing und
erreichte mit ihrem Erfolgsroman "Milchfrau in Ottakring" einen
internationalen Bekanntheitsgrad.

Die Sonderausstellung im Bezirksmuseum Ottakring informiert über
Alja Rachmanowa und vor allem über die Geschichte der alten
Notstandsbauten, von der Entstehung bis zum Abbruch. Neben dem so
genannten "Negerdörfl", es handelte sich um acht einstöckige
Holzbaracken, wird in der Schau ebenso von anderen Siedlungen,
Wohnbauten und Objekten aus der Umgebung berichtet. Die Besucher
erfahren Wissenswertes über die Stiftungshäuser in der
Wernhardtstraße, den Schuhmeier-Hof, die Maresch-Siedlung und das
"Colosseum" in der Schanzstraße. (Schluss) enz

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Oskar Enzfelder
Tel.: 4000/81 057
e-mail: [email protected]

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