Erinnerungen an das "Negerdörfl" in Ottakring

Sonderausstellung über Armensiedlung im Bezirksmuseum 16

Wien, (OTS) Das Bezirksmuseum Ottakring zeigt bis 30. September die Sonderausstellung "Das Negerdörfl von Ottakring und seine Umgebung". Mit der Schau erinnert das Bezirksmuseum an die im Jahre 1911 am Rande der Schmelz errichteten Notstandsbauten, in denen bis ins Jahr 1952 arme und kinderreiche Familien lebten. Diese Holzbaracken am Ende der Gablenzgasse wurden einst vom Volksmund als "Negerdörfl" bezeichnet. In der Sonderausstellung werden die Armut und die ungünstigen Wohnbedingungen eines Teils der Bevölkerung in der damaligen Zeit dokumentiert. Heute befindet sich auf dem Areal der früheren Armensiedlung eine große städtische Wohnhausanlage.

Die Sonderausstellung über das "Negerdörfl" kann im Bezirksmuseum Ottakring in Wien 16., Richard-Wagner-Platz 19b (Eingang: Hasnerstraße) bis Ende September bei freiem Eintritt besichtigt werden. Das Bezirksmuseum ist jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr geöffnet, während der Schulferien bleiben die Schauräume geschlossen.****

Bekannte Autorin wohnte vormals im "Negerdörfl"...

Auch eine namhafte Schriftstellerin zählte zu den Bewohnern des "Negerdörfl". Die Autorin Alja Rachmanowa lebte im Jahr 1925 in den Notstandsbauten nächst der Schmelz. Sie dürfte ihre Einkäufe in einer kleinen "Greißlerei" in der Gablenzgasse 116 erledigt haben. Später eröffnete die Literatin eine Gemischtwarenhandlung in Währing und erreichte mit ihrem Erfolgsroman "Milchfrau in Ottakring" einen internationalen Bekanntheitsgrad.

Die Sonderausstellung im Bezirksmuseum Ottakring informiert über Alja Rachmanowa und vor allem über die Geschichte der alten Notstandsbauten, von der Entstehung bis zum Abbruch. Neben dem so genannten "Negerdörfl", es handelte sich um acht einstöckige Holzbaracken, wird in der Schau ebenso von anderen Siedlungen, Wohnbauten und Objekten aus der Umgebung berichtet. Die Besucher erfahren Wissenswertes über die Stiftungshäuser in der Wernhardtstraße, den Schuhmeier-Hof, die Maresch-Siedlung und das "Colosseum" in der Schanzstraße. (Schluss) enz

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