ARBÖ: Seit 1. April 2001 gilt das Handyverbot am Steuer auch in Deutschland

Wien (ARBÖ) - Seit gestern ist auch in Deutschland das Telefonieren mittels Handy im Auto ohne Freisprecheinrichtung verboten. Jedoch:
Die neue Vorschrift wird von rund 50 Prozent der Kraftfahrer ignoriert. Der ARBÖ und sein deutscher Partnerklub ACE informieren.

Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt ist in Deutschland bereits seit Anfang Februar nur noch mit Freisprechanlage erlaubt, doch die Polizei hat bis gestern davon abgesehen, bei Verstoß gegen diese Regel Geldstrafen zu verhängen. Wer nun das "Handyverbot am Steuer" missachtet, muss mit 60 DM, rund 420 Schilling, Verwarnungsgeld rechnen. Übrigens: Neben Autofahrern werden künftig auch telefonierende Radler zur Kasse gebeten. Allerdings werden radelnde "Handy-Sünder" nur mit 30 DM / 210 Schilling Verwarnungsgeld geahndet.

Weiters darf das Handy oder Autotelefon selbst bei Fahrtunterbrechungen nicht benutzt werden. Dies bedeutet, dass beispielsweise im Stau, an einer geschlossenen Schranke oder beim Warten an einer roten Ampel das Handyverbot strikt eingehalten werden muss. Einzige Ausnahme davon: Fahrtunterbrechungen bei abgestelltem Motor.

Übrigens: Auch zwei Monate nach Einführung des Handy-Verbots am Steuer wird die neue Vorschrift immer noch von rund 50 Prozent der Kraftfahrer ignoriert. Diesen Schluss zog der deutsche Partnerklub des ARBÖ, ACE Auto Club Europa am Sonntag in Stuttgart nach einer Befragung verschiedener Polizeiämter. So beklage zum Beispiel das Polizeipräsidium Oberbayern eine "ungebrochen mangelnde Disziplin" im Umgang mit dem Handy im Auto. In der Hälfte der Fälle würden sich Handybesitzer auf Grund ihrer Telefonierpraxis im Fahrzeug ordnungswidrig verhalten. Zu einem ähnlichen Befund kam laut ACE auch die Autobahnpolizei Stolpe in Mecklenburg-Vorpommern, die wegen der neuen Vorschrift Autofahrer auf der A24 ins Visier genommen hatte. Die Verkehrspolizeidirektion Schleswig-Holstein sprach sogar vom verbreiteten "Phänomen Handymuffel". Hier könne eine Verhaltensänderung im Interesse der Verkehrssicherheit nicht mehr durch Appelle, sondern nur durch Strafe herbei geführt werden. Lediglich die Autobahnpolizei in Idstein/Ts. (A3, Grenze Hessen/Rheinlandpfalz) sieht nach ACE-Angaben die Mehrzahl der Handynutzer inzwischen "im grünen Bereich", weil sie vorschriftsmäßig nur noch mit Freisprecheinrichtung im Auto telefonierten.

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