• 02.04.2001, 09:53:55
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Pflege daheim=

Wien (OTS) - Es kann schnell gehen: ein Unfall oder eine Erkrankung,
oder auch, wenn der Körper im Alter einfach nicht mehr kann.
Plötzlich braucht ein Mensch die Hilfe seiner Angehörigen - Alltag
für jede vierte Familie in Österreich. "Rund vier Fünftel der etwa
118.000 schwer pflegebedürftigen und der etwa 445.000
hilfsbedürftigen Menschen in Österreich werden von ihren Angehörigen
gepflegt. Für beide Seiten ist das eine nicht immer leicht zu
bewältigende Situation", sagt Dr. Christian Feinböck vom
Österreichischen Roten Kreuz.

Wer einen kranken oder alten Menschen zuhause pflegt, ist mit einer
Reihe von neuen Aufgaben und Problemen konfrontiert. Das beginnt bei
der Gestaltung des Krankenzimmers, der richtigen Hebe- und
Tragetechnik oder der Lagerung des Patienten und geht bis hin zu
Krisen und Depressionen, wenn die Pflege zu einer fast schon
unmenschlichen Bürde wird. Doch es gibt zahlreiche Tipps und Tricks,
die die Pflege erleichtern.

Das Zimmer eines Pflegebedürftigen soll einerseits eine für den
Gepflegten angenehme Atmosphäre bieten, andererseits die Arbeit der
Pflegenden nicht behindern. Feinböck: "Denken Sie bei der Gestaltung
eines solchen Zimmers daran, dass Luft und Licht ein freundliches
Klima schaffen. Achten Sie auf Sauberkeit. Ein gut gespanntes
Leintuch, frei von Bröseln, macht das Liegen angenehmer. Persönliche
Gegenstände, z.B. eine Lesebrille, sollten in Reichweite des
Gepflegten liegen. Aber auch alle Utensilien, die zur Pflege
gebraucht werden, müssen gut erreichbar sein."

"Technik statt Kraft" lautet die Zauberformel, wenn es darum geht,
jemanden aus dem Bett zu heben oder einfach nur aufzusetzen. Mit der
richtigen Körperhaltung kann das Aufstehen sicher und ohne großen
Kraftaufwand geschehen. Oft können einen die Pflegepatienten dabei
unterstützen. Bei der Pflege anderer Menschen selbst krank zu werden,
ist nicht Sinn der Sache.

Gute Lagerung hilft, Druckgeschwüre und Hautschäden zu vermeiden,
sorgt andererseits aber wiederum dafür, dass sich der Gepflegte
wohlfühlt. Wenn Menschen nicht mehr selbst mithelfen können, holen
Sie eine zweite Person hinzu oder verwenden Sie Hilfsmittel, wie z.B.
Lifter, die es für die verschiedensten Zwecke gibt.

Wer meint, dass ihn die Pflege überfordert, sollte sich nicht
scheuen, selbst Hilfe anzunehmen. Feinböck: "Die Gesundheits- und
Sozialen Dienste des Roten Kreuzes bieten österreichweit Hilfe für
Menschen an, die Angehörige pflegen. Dabei wird nicht nur das
notwendige ’Know-how’ zur Pflege gezeigt. Es gibt auch zahlreiche
Tipps und Tricks, wie man selbst mit den ungewohnten und schwierigen
Situationen besser fertig werden kann."

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.roteskreuz.at

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