Pflege daheim

Wien (OTS) - Es kann schnell gehen: ein Unfall oder eine Erkrankung, oder auch, wenn der Körper im Alter einfach nicht mehr kann. Plötzlich braucht ein Mensch die Hilfe seiner Angehörigen - Alltag für jede vierte Familie in Österreich. "Rund vier Fünftel der etwa 118.000 schwer pflegebedürftigen und der etwa 445.000 hilfsbedürftigen Menschen in Österreich werden von ihren Angehörigen gepflegt. Für beide Seiten ist das eine nicht immer leicht zu bewältigende Situation", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Wer einen kranken oder alten Menschen zuhause pflegt, ist mit einer Reihe von neuen Aufgaben und Problemen konfrontiert. Das beginnt bei der Gestaltung des Krankenzimmers, der richtigen Hebe- und Tragetechnik oder der Lagerung des Patienten und geht bis hin zu Krisen und Depressionen, wenn die Pflege zu einer fast schon unmenschlichen Bürde wird. Doch es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, die die Pflege erleichtern.

Das Zimmer eines Pflegebedürftigen soll einerseits eine für den Gepflegten angenehme Atmosphäre bieten, andererseits die Arbeit der Pflegenden nicht behindern. Feinböck: "Denken Sie bei der Gestaltung eines solchen Zimmers daran, dass Luft und Licht ein freundliches Klima schaffen. Achten Sie auf Sauberkeit. Ein gut gespanntes Leintuch, frei von Bröseln, macht das Liegen angenehmer. Persönliche Gegenstände, z.B. eine Lesebrille, sollten in Reichweite des Gepflegten liegen. Aber auch alle Utensilien, die zur Pflege gebraucht werden, müssen gut erreichbar sein."

"Technik statt Kraft" lautet die Zauberformel, wenn es darum geht, jemanden aus dem Bett zu heben oder einfach nur aufzusetzen. Mit der richtigen Körperhaltung kann das Aufstehen sicher und ohne großen Kraftaufwand geschehen. Oft können einen die Pflegepatienten dabei unterstützen. Bei der Pflege anderer Menschen selbst krank zu werden, ist nicht Sinn der Sache.

Gute Lagerung hilft, Druckgeschwüre und Hautschäden zu vermeiden, sorgt andererseits aber wiederum dafür, dass sich der Gepflegte wohlfühlt. Wenn Menschen nicht mehr selbst mithelfen können, holen Sie eine zweite Person hinzu oder verwenden Sie Hilfsmittel, wie z.B. Lifter, die es für die verschiedensten Zwecke gibt.

Wer meint, dass ihn die Pflege überfordert, sollte sich nicht scheuen, selbst Hilfe anzunehmen. Feinböck: "Die Gesundheits- und Sozialen Dienste des Roten Kreuzes bieten österreichweit Hilfe für Menschen an, die Angehörige pflegen. Dabei wird nicht nur das notwendige ’Know-how’ zur Pflege gezeigt. Es gibt auch zahlreiche Tipps und Tricks, wie man selbst mit den ungewohnten und schwierigen Situationen besser fertig werden kann."

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