- 01.04.2001, 10:00:06
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FORMAT: Marlene Lauda klagt die AUA auf Schadensersatz
Niki Laudas Anwälte bringen Haftungsklage gegen AUA-Chefs ein und fechten das Übernahmeangebot für die Kleinaktionäre der Lauda-air an.
Wien (OTS) - Niki Lauda führt seinen Kampf gegen die AUA auch von
seinem Londoner Domizil aus fort. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT
in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat er einen
überraschenden Coup geplant: Ex-Ehefrau Marlene Lauda klagt die AUA
beim Wiener Handelsgericht auf Schadenseratz. Sie hatte zwischen
Frühjahr 1999 und April 2000 exakt 10.000 AUA-Aktien besessen und
damit 1,8 Millionen Schilling verloren.
Laudas Anwälte von der Kanzlei Schuppich, Sporn & Winischhofer
gehen jetzt mit einer Prospekthaftungsklage gegen die AUA vor,
berichtet FORMAT. Sie beschuldigen die Austrian-Vorstände Herbert
Bammer und Mario Rehulka, gewagte Finanzkonstruktionen im
Börseprospekt für die im April 1999 durchgeführte Kapitalerhöhung
verschwiegen - und so die Anleger hinters Licht geführt habe. Niki
Lauda bestätigt gegenüber FORMAT: "Die Marlene hat viel verloren und
wehrt sich. Das ist ihr gutes Recht."
Dahinter steht die Hoffnung des geschassten Airline-Gründers, daß
sich möglichst viele Großinvestoren der Klage anschließen, die
damals AUA-Aktien für 27,7 Euro kauften und seither über 50 Prozent
Verlust erlitten.
Unter anderem geht es um Finanzgeschäfte der AUA-Tochter Austrian
Lease and Finance (ALF), die Haftungen für 570 Millionen Schilling
Verbindlichkeiten einer Lesino Holding GmbH in Liechtenstein
übernommen hat. Die Deals waren auch schon Gegenstand von
strafrechtlichen Vorerhebungen, die jedoch eingestellt wurden. Nun
versucht es Lauda mit Hilfe seiner Ex-Frau auf dem Zivilrechtsweg.
Außerdem bringen Laudas Rechtsberater diese Woche einen Antrag im
Namen der Invest, Leasing & Consulting (ILC) bei der
Übernahmekommission der Wiener Börse ein. Darin fechten sie den
Preis, den die AUA den Kleinaktionären der Lauda-air - 7,60 Euro pro
Aktie - anbietet, als gesetzwidrig, weil zu niedrig an.
AUA-Vorstand Hebert Bammer zeigt sich FORMAT gegenüber gelassen:
"Lauda will uns nur wieder anpatzen und von seinem eigenen
Gerichtsverfahren ablenken."
Rückfragehinweis: Andreas Lampl
Tel.: 0664/254 68 30
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