FORMAT: Marlene Lauda klagt die AUA auf Schadensersatz

Niki Laudas Anwälte bringen Haftungsklage gegen AUA-Chefs ein und fechten das Übernahmeangebot für die Kleinaktionäre der Lauda-air an.

Wien (OTS) - Niki Lauda führt seinen Kampf gegen die AUA auch von seinem Londoner Domizil aus fort. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat er einen überraschenden Coup geplant: Ex-Ehefrau Marlene Lauda klagt die AUA beim Wiener Handelsgericht auf Schadenseratz. Sie hatte zwischen Frühjahr 1999 und April 2000 exakt 10.000 AUA-Aktien besessen und damit 1,8 Millionen Schilling verloren.

Laudas Anwälte von der Kanzlei Schuppich, Sporn & Winischhofer gehen jetzt mit einer Prospekthaftungsklage gegen die AUA vor, berichtet FORMAT. Sie beschuldigen die Austrian-Vorstände Herbert Bammer und Mario Rehulka, gewagte Finanzkonstruktionen im Börseprospekt für die im April 1999 durchgeführte Kapitalerhöhung verschwiegen - und so die Anleger hinters Licht geführt habe. Niki Lauda bestätigt gegenüber FORMAT: "Die Marlene hat viel verloren und wehrt sich. Das ist ihr gutes Recht."

Dahinter steht die Hoffnung des geschassten Airline-Gründers, daß sich möglichst viele Großinvestoren der Klage anschließen, die damals AUA-Aktien für 27,7 Euro kauften und seither über 50 Prozent Verlust erlitten.

Unter anderem geht es um Finanzgeschäfte der AUA-Tochter Austrian Lease and Finance (ALF), die Haftungen für 570 Millionen Schilling Verbindlichkeiten einer Lesino Holding GmbH in Liechtenstein übernommen hat. Die Deals waren auch schon Gegenstand von strafrechtlichen Vorerhebungen, die jedoch eingestellt wurden. Nun versucht es Lauda mit Hilfe seiner Ex-Frau auf dem Zivilrechtsweg.

Außerdem bringen Laudas Rechtsberater diese Woche einen Antrag im Namen der Invest, Leasing & Consulting (ILC) bei der Übernahmekommission der Wiener Börse ein. Darin fechten sie den Preis, den die AUA den Kleinaktionären der Lauda-air - 7,60 Euro pro Aktie - anbietet, als gesetzwidrig, weil zu niedrig an.

AUA-Vorstand Hebert Bammer zeigt sich FORMAT gegenüber gelassen:
"Lauda will uns nur wieder anpatzen und von seinem eigenen Gerichtsverfahren ablenken."

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