- 30.03.2001, 11:00:01
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- OTS0100 OTW0081
BM Monika Forstinger bei Spatenstichfeier des Güterterminals Graz-Süd-Werndorf
Public Private Partnership - Innovative Finanzierungen für innovative Projekte - Der Güterterminal Graz-Süd-Werndorf, eine moderne Güterverkehrsdrehscheibe
Wien (OTS) - Am 30. März 2001 wurde für dieses erste Public
Private Partnership-Projekt (PPP-Projekt) für den Schienenverkehr von
Bundesminister DI Dr. Monika Forstinger,
Landeshauptmann-Stellvertreter DI Leopold Schöggl und Landesrat DI
Herbert Paierl der feierliche Spatenstich durchgeführt.
Die Schieneninfrastrukturfinanzierungs-Gesellschaft m.b.H. (SCHIG
mbH) wurde Ende des Jahres 1997 vom Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie beauftragt, ein Modell für das erste
Public Private Partnership-Projekt für den Schienenverkehr zu
entwickeln - den Güterterminal Graz-Süd - Werndorf. Die
Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG (HL-AG) wurde mittels
Übertragungsverordnung beauftragt, den Terminal zu errichten und nach
Fertigstellung an die SCHIG mbH zu übergeben.
Schon im September 2000 konnte nach intensiven Vorarbeiten die
Unterzeichnung der Verträge mit einer Betreibergruppe unter der
Führung von steirischen Spediteuren, der CCG Ges.m.b.H & Co.KG,
gefeiert werden.
Der Projekt- und Pachtvertrag ist für eine Laufzeit von 30 Jahren
abgeschlossen und sieht vor, daß der Güterterminal nach
Fertigstellung von der SCHIG mbH an die Cargo Center Graz (CCG) zum
Betrieb übergeben wird. Die CCG bezahlt eine jährliche Pacht. Mit
dieser Pacht werden 53% der Infrastruktur-Errichtungskosten
zurückbezahlt. 47% der Errichtungskosten verbleiben als Förderung des
Bundes.
Die Anlage verbleibt während der Vertragslaufzeit im Eigentum
einer Tochtergesellschaft der SCHIG mbH, der Güterterminal Werdorf
PPP Ges.m.b.H.
Etwa 20 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Graz in den
Gemeindegebieten von Werndorf, Kalsdorf und Wundschuh gelegen,
verfügt der Güterterminal über eine gute Verkehrsanbindung. Das
Güterumschlagszentrum liegt nicht nur an der Südbahnstrecke Graz -
Spielfeld und der geplanten Koralmbahn, sondern es wird auch mit
einem direkten Autobahnanschluß an die A9, die Pyhrn-Autobahn,
ausgestattet.
Der Güterterminal wird als öffentliche Anlage für den kombinierten
Ladungsverkehr ausgebaut und Logistikunternehmen mit Güterumschlag
Schiene - Straße die Möglichkeit der Ansiedlung bieten. Der Betrieb
einer Rollenden Landstraße (RoLa) ist ebenfalls möglich.
Die Investitionen in die Infrastruktur werden rund 1,1 Mrd ATS
(76,31 Mio EUR) betragen.
Der eisenbahnrechtliche Bescheid ist im Jänner dieses Jahres
ergangen, die Grundeinlösen sind bereits weitgehend abgeschlossen.
Nach nur dreijähriger Planung unter intensiver Einbindung der Region
seitens der HL-AG konnte mit dem feierlichen ersten Spatenstich am
30. März 2001 mit dem Bau des Terminals begonnen werden, mit dessen
Fertigstellung für Ende 2002 gerechnet wird.
Als Infrastrukturinvestition ist der Güterterminal Graz Süd -
Werndorf für den Wirtschaftsstandort Steiermark von eminenter
Bedeutung und wird sowohl für die weiterhin wachsende Autoindustrie
als auch für zahlreiche weitere Wirtschaftszweige starke Impulse
setzen.
Frau Bundesminister Forstinger betonte bei der Spatenstichfeier
die Bedeutung von alternativen Finanzierungsstrategien in Form von
PPP-Modellen und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, daß erstmals
dieses Modell bei der Errichtung von Schieneninfrastruktur umgesetzt
werden konnte. Weitere PPP-Möglichkeiten werden derzeit intensiv
geprüft.
Rückfragehinweis: SCHIG mbH
GF Dr. Helmut Falschlehner
Tel.: 01/812 73 43-459
e-mail: helmut.falschlehner@schig.com
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